Horror Nights 2013 im Europa-Park: Grusel-Clowns und Zombie-Kinder

Christin Bassenge

Horror bis zum Herzkasper will der Europa-Park Freunden des unterhaltsamen Grusels alle Halloween wieder bei den Horror Nights verschaffen - diesmal ganz ohne Mark Terenzi, der bisher Aushängeschild der Schauer-Show war. Wie gruselig die Horror-Häuser im Park in diesem Jahr sind:


Wer zu den Horror Nights will, betritt den Europa-Park nicht wie gewohnt durch den Haupteingang, sondern durch ein Tor im griechischen Teil des Parks. Vermutlich auch, um den bierbefüllten Dirndl- und Lederhosen-Trägern auszuweichen, die in der Arena parallel zum Beginn der Halloween-Tage Oktoberfest feiern. 

Fünf verschiedene Häuser mit bedrohlich klingenden Namen wie „The Dead is Inside“ oder „The Crypt“ erwarten die Besucher. Schon an der Kasse hört man die entsetzten Rufe aus den Gebäuden. Zunächst gelangt man nach „Chinatown“, einem kleinen Platz mit Weihnachtsmarktatmosphäre - es gibt Punsch, Glühwein, Bratwurst und chinesisches Essen.

Die Cocktailnamen, die Spinnenweben-Deko und die Schreie aus den Gebäuden rings herum erinnern an das Wesentliche: dem Besuch der Horrorbauten. Im „Take Away“, einem verlassenen und blutverschmiertem Chinarestaurant, treiben Zombies und mutierte Katzen ihr Unwesen. Sie springen hinter Türen und aus Wänden hervor, um die Besucher zu erschrecken. 



Tatsächlich ist das die Show gruseliger als erwartet. Die Hauptakteure der Horror Nights sind schließlich nicht - wie bei gewöhnlichen Geisterbahnen - aus Pappe oder Plastik, sondern lebendige, wahnsinnig gut geschminkte und extrem kostümierte Menschen.

Auch auf den dunklen Wegen zwischen den Attraktionen springen immer wieder Zombies aus den Büschen hervor, verfolgen die Besucher und starren sie aus gläsernen, weißen Augen todernst an. 



„The Villa“ ist das absolute Grusel-Highlight. In der Küche des scheinbar verlassenen Spukhaus erwartet die Besucher ein durchgeknallter Koch mit Messer, die Toiletten sind mit Blut verschmiert und im Kinderzimmer warten Lollis lutschende Zombie-Kinder. Wer vor dem Europa-Park-Besuch noch nicht an Coulrophobie, der Angst vor Clowns, litt, der hat sie spätestens nach dem Besuch des Speichers des Horrorhauses.

Neben den Gruselkabinetten sind auch vier Fahrgeschäfte aus dem regulären Betrieb geöffnet, unter anderem der Matterhorn-Blitz, der gleichzeitig auch das fünfte Haus „Snow White“ beinhaltet. Trotz langer Anstehzeit ist „Snow White“ nicht sonderlich furchteinflößend - Kunstschnee und Tannenbäume gruseln den gemeinen Schwarzwälder einfach nicht besonders.

Die Revue "Horror on Ice" will die Zuschauer mit einer magischen Show im Eiszelt verzaubern. Wie tagsüber finden auch hier zu zwei verschiedenen Zeitpunkten Vorführungen statt, und wer um 23 Uhr noch nicht genug Blut gesehen hat, kann noch im "Vampires Club" feiern gehen.



Einziger Wermutstropfen: die Wartezeiten vor den Häusern. Manchmal sind 15 Minuten Anstehen für fünf Minuten Gruseln fällig. Abhilfe schafft da das Express-Ticket, mit dem man die Schlangen umgehen und sofort hereingelassen werden kann - doch das kostet 20 Euro extra.

Aber wie in den Vorjahren gilt auch in diesem Jahr: Wer schon immer mal einen ganz persönlichen und realen Horrorfilm erleben will und keine Angst im Dunkeln hat, der wird im Europa-Park bei den Horror Nigths gut bedient.

Welcome to the Horror Nights 2013

Quelle: YouTube




Mehr dazu:


Was:
Horror Nights 2013
Wann: bis zum 12. Oktober 2013 jeweils Freitag und Samstag
18. bis 27. Oktober 2013 jeweils Freitag, Samstag und Sonntag
28. Oktober bis 2. November täglich
Sondertermine: 2. und 3. Oktober 2013
Tickets: je nach Termin zwischen 13 und 24 Euro, Kombitickets mit Parkbesuch 49 bis 56 Euro, Express-Ticket 20 Euro, Vampires Club 7 Euro, VIP-Ticket 25 Euro

Fotogalerie: Dominic Rock

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