Großeinsatz

Hochhaus in Landwasser musste nach Kellerbrand teilweise evakuiert werden

Großeinsatz für die Feuerwehr: In einem Hochhaus in Freiburg-Landwasser war in einem Keller ein Feuer ausgebrochen. Das 17-stöckige Gebäude musste teilweise evakuiert werden.

[aktualisiert am Montag um 6.50 Uhr] Der Brand ist nach ersten Informationen der Polizei am Sonntag gegen 21.40 Uhr in einem Hochhaus an der Wirthstraße 20 in Freiburg-Landwasser ausgebrochen. "Zunächst erhielten wir die Meldung von leichtem Geruch nach verbranntem Gummi", berichtete der Einsatzleiter der Feuerwehr, Andreas Paul. Als das erste Löschfahrzeug unterwegs gewesen sei, seien immer mehr Notrufe eingegangen. Es wurden sofort weitere Kräfte nach Landwasser geschickt.


"Im Keller stellten wir fest, dass an mehreren Stellen Unrat brannte", so Paul. Qualm hatte demnach das komplette Treppenhaus verraucht. "26 Bewohner hatten zu diesem Zeitpunkt das Gebäude bereits verlassen." Sie wurden im Foyer des nahegelegenen Diakoniekrankenhauses versorgt, wo sie sich aufwärmen konnten.


Noch gegen 23 Uhr kam eine vierköpfige Familie mit kleinen Kindern sichtlich mit den Nerven am Ende aus dem Gebäudekomplex und wurde von Einsatzkräften in Empfang genommen. Zu diesem Zeitpunkt stieg nach wie vor Rauch aus dem Gebäude auf, die Straße war gesäumt von Einsatzfahrzeugen. Und es hing weiter ein starker Brandgeruch in der Luft.

Zugang zum Keller wurde versiegelt

"Bei mir hatte ein Nachbar geklingelt und gesagt, irgendwas stimme nicht", berichtete Hussein Rizk, einer der Bewohner des Hauses Nummer 20. Er habe dann die Feuerwehr angerufen, aktuell dürfe er nicht in seine Wohnung zurück.

Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr wurde das Hochhaus entraucht und Menschen, die sich noch darin befanden, nach draußen gebracht. "Das Feuer konnte schnell und effektiv unter Atemschutz gelöscht werden", sagte Einsatzleiter Paul. Im Anschluss kontrollierten Feuerwehr und Polizei sämtliche Etagen, der Zugang zum Keller wurde versiegelt. "Es zeigte sich, dass es in drei Abteilen im Keller gebrannt hatte", so Paul. Es sei niemand verletzt worden. Gegen 23.30 Uhr hätten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Hier brannten die Kellerabteile:

Bereits im April 2017 gab es eine Brandstiftung in dem Komplex

Das betroffene Hochhaus mit mehr als 40 Parteien gehört zum Gebäudekomplex "Max und Moritz". Erst im April 2017 wurden dort in der Garage des Hauses mit der Nummer 20 mehrere Autos in Brand gesteckt, in der Nummer 14 brannte ebenfalls Unrat in drei Abteilen im Keller. Die Garage erstreckt sich über die gesamte Länge des Wohnkomplexes, der größte und höchste in Landwasser. Der Brandstifter konnte seinerzeit nicht ermittelt werden. Im aktuellen Fall hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen.

51 Kräfte waren insgesamt im Einsatz, neben der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Wehren aus Lehen und Hochdorf auch der Rettungsdienst. Auch die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Todesfalle Treppenhaus

Verrauchte Treppenhäuser können zur Todesfalle werden – die Feuerwehr rät daher dringend, im Fall eines Feuers in der Wohnung zu bleiben und dort auf dem Balkon oder am Fenster auf Hilfe durch die Feuerwehr zu warten. Die Gefahr im Treppenhaus ist viel größer. Bei einer starken Rauchentwicklung reichen schon wenige Atemzüge, um sein Leben zu verlieren.

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