Hochdruckgebiet Juliane: Wie war ihr Tag, Juliane Fechner?

Carolin Buchheim

Endlich Hochsommer! Das schöne Wetter dieser Tage verdanken wir Hoch "Juliane". Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Europa beeinflussen. Und Juliane? Ist nach Juliane Fechner-Rapp aus Emmendingen benannt.

 

Frau Fechner-Rapp, sie sind die Namenspatin des Hochdruckgebiets, dem wir das schöne Hochsommer-Wetter der letzten Tage zu verdanken haben. Wie war ihr Tag bisher?

Es ist ungewohnt und aufregend, die Namenspating eines Hochs zu sein! Das Telefon steht heute nicht still. Als allererstes hat sich die Deutsche Presse Agentur bei mir gemeldet, dann die Lübecker Nachrichten, dann Radio Regenbogen und SWR1. Und jetzt sie.

Sie haben das Hoch von ihrem Mann zum 50. Geburtstag geschenkt bekommen. Konnten Sie mit dem Geschenk gleich etwas anfangen?

Nein, gar nicht. Ich hab gedacht, dass das ein bisschen dekadent ist, so ein Käse, wie der Sternenkauf mit Namen. Mein Mann hat mir dann aber erklärt, dass das auch für einen guten Zweck ist. Man unterstützt mit der Gebühr die Wetter- und Klimaforschung. Dann habe ich mir gedacht: 'Also gut, okay, ihn freut's, dann freut es mich auch.'

Für mich ist es natürlich schön, dass mein Name jetzt so positiv besetzt ist, und nicht der Name von einem Tiefdruckgebiet ist. Ein guter Freund von mir heißt Lothar, dessen Name ist natürlich ein bisschen negativ besetzt.

Wie haben Sie denn das schöne Wetter ihres Hoch genossen?

Ach, ich glaube so wie jeder andere, der den Sommer liebt: man hält sich einfach viel draussen auf. Bei dem schönen Wetter hat man so viele Optionen: Sport machen, im Garten sein oder am Baggersee, und in der Stadt sind so viele Leute unterwegs, richtig mediterranes Feeling! Man hat die Möglichkeit alles zu machen was man will – oder eben auch gar nichts.



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[Bilder: dpa, FU-Berlin Wetterpate - Deutscher Wetterdienst]