Hey, Azubis! Was liebt ihr an eurem Job?

Annkathrin Pohl & Wolfgang Weismann

Beim Tag der Ausbildung auf dem Rathausplatz erzählten Azubis und ihre Ausbilder an 20 Ständen mit 36 Berufen, was sie so machen. Fünf von ihnen haben uns gesagt, was sie an ihrem Job besonders lieben und was man dafür überhaupt drauf haben muss.

Jennifer Herman (30), Fachkraft für Veranstaltungstechnik im zweiten Lehrjahr



"Meine Hauptaufgaben sind Video, Ton, Technik und Licht im Theater. So muss man zum Beispiel die Beleuchtung verschiedener Formen mit verschiedenen Farben organisieren. Während der Aufführung im Theater sitze ich am Pult und steure alles von oben. Die Ausbildung beinhaltet auch, dass man offiziell als Elektrofachkraft angesehen wird und damit befugt ist, Kabel und ähnliches zu reparieren.


Für den Beruf sollte man gut in Mathe, Physik und Elektrotechnik sein, aber auch körperlicher Belastung standhalten, denn Bühnenelemente und Kabel werden von der Fachkraft aufgebaut. An diesem Beruf reizt mich vor allen Dingen die Ruhe auf der Bühne während des Auftrittes und das große Verantwortungspotenzial: Wenn ich einen Fehler mache, dann läuft alles schief.  

Raphael Schwär (17), Gärtner im ersten Lehrjahr



"Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich gerne draußen bin und es mir Spaß macht, mit Pflanzen und Steinen zuarbeiten. Meine Hauptaufgabe ist im Moment die Baumpflege in der Stadt, das heißt die Bäume schneiden, tote Äste entfernen und sie - je nachdem wie sie aussehen - auch zu fällen und dann wieder neue zu pflanzen. Später kommt auch noch Pflasterarbeit dazu.

Für den Beruf sollte man eine gewisse körperliche Belastbarkeit haben, da man ja mit schweren Steinen und Pflanzen zu tun hat, und man braucht mindestens den Hauptschulabschluss."


Melanie Heim (17), Schreinerin im dritten Lehrjahr

 



Für eine Ausbildung reicht ein Hauptschulabschluss völlig, aber man sollte Mathe mögen und die Arbeit mit Holz generell. Genau das gefällt mir auch an diesem Beruf; einfach dass man aus Holz etwas schönes wie Möbel herstellen kann. Mein Gesellenstück wird ein Schuhschrank.

Denis Wursthorn (17), Forstwirt im dritten Lehrjahr

 
"Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich zuhause selber Wald habe. Das Gelernte kann ich gut anwenden. Noch dazu macht es mir Spaß, draußen zu arbeiten und nicht im Büro. Nach der Schule wollte ich zuerst arbeiten und nicht mehr weiter auf die Schule gehen. In meiner Ausbildung pflege und ernte ich die Waldbestände, fahre viel Schlepper und mache viel Maschinenarbeit.

Für den Beruf sollte man handwerklich arbeiten können, Spaß daran haben, in der Natur zu arbeiten, Teamgeist haben und robust sein. Bei schlechtem Wetter kann man aber auch Werkstattarbeit machen, das ist dann so etwas wie den Schlepper warten. Nach meiner Ausbildung kann ich wieder zur Schule gehen, meinen Meister oder den Techniker machen oder Maschinenführer werden. Sehr gerne würde ich Forstwissenschaften studieren, denn ich habe gute Noten."


Gina Köhly (19), Bauzeichnerin im dritten Lehrjahr

   
"In meiner Ausbildung mache ich hauptsächlich Pläne von Straßen oder Kanälen, aber auch Querschnitte von Gebäuden. Ich besuche auch Baustellen und arbeite dort mit, also sollte man in dem Beruf auch handfest mit anpacken können. Noch dazu sollte man gut rechnen können und ein gutes Vorstellungsvermögen haben. Wie bei jedem Ausbildungsplatz sollte man natürlich auch pünktlich sein. An diesem Beruf liebe ich, zu sehen, wie das umgesetzt wird, was ich plane."

Mehr dazu: