Heute im KoKi: Verstörender Vorgeschmack auf die Apokalypse

Carolin Buchheim

Das ist echt das Allerletzte: Am 21. Dezember 2012 geht bekanntlich die Welt unter. Die alten Maya wollen das so berechnet haben. Wem es an Geduld fehlt, der kann am Montagabend im Kommunalen Kino bereits ein cineastisches Weltenende erleben. Die Dokumentation "Endspiel" ist ein halbstündiger Versuch über die Apokalypse.



Die Protagonisten des Films könnten unterschiedlicher kaum sein: ein Teilchenphysiker sorgt sich vor einem von Menschen verursachten Schwarzen Loch, das die Erde von innen auffrisst; ein Atomkraftgegner warnt vor der nuklearen Katastrophe; ein Geologe erklärt, wie unser Planet beim Einschlag eines Asteroiden zerbröseln würde; ein Esoteriker erzählt, mit welchen Vorräten er sich vor  dem 21. Dezember eindeckt; und ein Pfarrer beschreibt das Horrorszenario des Jüngsten Gerichts, wie es in der Johannes-Offenbarung verheißen wird.


Die beiden Freiburger Filmemacher Patrick Allgaier (Kamera) und Florian Kech (Regie) lassen die Endzeit-Experten deren Versionen vom großen Knall unaufgeregt erzählen. Der Film wirkt dadurch  nie reißerisch, erst recht nicht alarmistisch, aber in hohem Maße beklemmend.

Geprägt ist die Doku durch Allgaiers ungewöhnliche Aufnahmen und Perspektiven, gewagte Schnitte und den schönen Soundtrack: von The Notwist, Mozart, Der Hund Marie bis hin zu The Doors.

Trailer: Endspiel

Quelle: Vimeo


Mehr dazu:

Was: Endspiel
Wann: Montag, 17. Dezember 2012, 20 Uhr
Wo: Kommunales Kino, Urachstraße 40
Eintritt: 6 Euro [Disclosure: Florian Kech ist Videoredakteur in der Online-Redaktion der Badischen Zeitung. Über diesen Film hätten wir aber auch berichtet, wenn dem nicht so wäre.]