Heute: Aka-Filmclub zeigt Historische Filmaufnahmen aus Freiburg

Julian Schwizler

Am Mittwochabend zeigt der Aka-Filmclub Filmaufnahmen, die Freiburg vor und nach der Zerstörung durch den Luftangriff vom 27. November 1944 zeigen. Günther Wolf, Historiker des Freiburger Stadtarchivs, wird das Filmmaterial erläutern.

Die Aufnahmen stammen vom Hobbyfilmer Rudolf Langwieler, der vor, während und nach dem Krieg Freiburg auf 8mm-Schmalfilm aufgenommen hat.


Seine Aufnahmen aus den Jahren 1939 und 1940 geben einen Einblick in das noch unzerstörte Freiburg. Direkt nach dem Bombenangriff des 27. November 1944 konnte Langwieler Aufnahmen von der noch brennenden Innenstadt machen. Trotz des Verbots der Nationalsozialisten, die Zerstörung zu dokumentieren, filmte Langwieler auch später die in Trümmern liegende Stadt.

"Trümmeraufnahmen waren im Dritten Reich generell verboten", erklärt Historiker Günther Wolf. "Die Allierten haben Langwieler das Filmmaterial weggenommen und nur auf Umwegen bekam er es wieder zurück." Es sind es die einzigen erhaltenen Filmaufnahmen, die Freiburg vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg zeigen. "Man sieht in dem Film sehr gut, wie es hier früher ausgesehen hat."

Langwielers Material wurde jetzt digital aufbereitet. Wolf hat das Drehbuch für die neue Fassung geschrieben, während im Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms eine Audiospur mit einem neuen Text für die Aufnahmen aufgenommen wurde.

Mehr dazu:


Was:
Filmabend: Zerstörung, Wiederaufbau, Alltag: Freiburg 1940-50
Wann:
Mittwoch, 30. Dezember 2011, 20 Uhr
Wo: Hörsaal des Rektorats der Universität Freiburg (Fahnenbergplatz)

[Bild: Stadtarchiv Freiburg; Luftaufnahme von Freiburg von Süden nach dem Angriff vom November 1944]