Herdern: Bagger buddelt Bombe aus

Markus Hofmann

Auf einer Baustelle in der Karlstraße (Herdern) ist gestern ein Bagger auf eine britische Fliegerbombe (drei Zentner) aus dem 2. Weltkrieg gestoßen. Zwölf Menschen mussten evakuiert werden. Entschärft werden soll die Bombe am Sonntag.

Über 60 Jahre ruhte sie im Boden des Freiburger Stadtteils Herdern, ehe sie am Freitagnachmittag kurz vor 16.00 Uhr von der Schaufel eines Baustellenbaggers in der Karlstraße (Google Map) freigelegt wurde: Eine britische 3-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, ein so genannter Blindgänger.


Die Polizeidirektion Freiburg richtete umgehend einen Führungsstab ein. Die Baustelle wurde sofort geräumt, das betreffende Teilstück der Karlstraße für den Verkehr gesperrt. Zwölf Bewohner angrenzender Wohnhäuser wurden evakuiert. Am Abend trafen Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am Fundort ein.

Den Fachleuten gelang es zwar, den brisanten Fund rasch zu identifizieren, die Entschärfung der Bombe jedoch wurde auf den Sonntagvormittag verschoben: Der aufwändige Zündmechanismus des Weltkrieg-Reliktes erfordert nach Einschätzung der Delaborierer aus Sicherheitsgründen weitreichende Evakuierungsmaßnahmen.

Die Fliegerbombe wurde somit gemäß den Vorgaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gesichert und wird rund um die Uhr bewacht, eine unmittelbare Gefahr geht nicht von ihr aus. Die Evakuierten durften am späten Abend in ihre Wohnungen zurück - vorerst.