Heilige Nacht im Kamikaze

Markus Hofmann

Besinnlichkeit zur Cluberöffnung: Im Kamikaze, Freiburgs neustem Club, hängen zwei Gemälde von Jesus und Maria an den Toilettentüren. Was es damit auf sich hat, erklärt Clubbetreiber Jan Ehret.



Mehr als sieben Tonnen Schutt haben Clubbetreiber Jan Ehret und seine Helfer in den vergangenen Wochen aus der Räumen des ehemaligen Caveau beseitigt - unter anderem wurde die komplette Bar bei der Tanzfläche demontiert. Die Umbauarbeiten sind mit der Eröffnung aber keineswegs abgeschlossen: Mit "viel Liebe zum Detail" will Ehret, der unter anderem auch die Matchbox- und  Elektroschock-Partys veranstaltet, in den kommenden Wochen das Kamikaze weiter aufhübschen. Ein Beispiel für diese Detailverliebtheit sind die Heiligenbilder an den Toilettentüren, für andächtige, stille Minuten beim Geschäft, die 60er-Jahre-Wohnzimmerlampe, die über dem DJ-Pult steht, oder Fingerfood (Oliven, Antipasti), mit dem sich die Gäste kostenlos zu Beginn der Partys (21 Uhr) stärken können.


Schon kurz nach Mitternacht war das Kamikaze gestern bei entsprechendem Tanzfaktor sehr gut gefüllt - darunter viele bekannte Szenegsichter, denen man sonst im Waldsee, Drifter's, Ruefetto oder in der KTS begegnet. Das Kamikaze wird frischen Wind in die Freiburger Clublandschaft bringen - mit einem vielseitigen musikalischen Konzept, das unterschiedlichen Szenen ein Zuhause bieten möchte. Zur Eröffnung gab's straighte Elektro-Beats von Jan Ehret, Rentmeister und Tentacles. Im Kamikaze werden aber auch Indie- und Reggae-Partys sowie Konzerte statt finden. Am heutigen Samstagabend geht's bei einem Set von Torpedo Tom (Beatsalon) und DJRedoo (Kick Life) etwas rockiger zur Sache. An Silvester kann im Kamikaze übrigens nur mit Einladung gefeiert werden: geschlossene Gesellschaft!