Heather Nova gibt Geheimkonzert in Freiburger Psychatrie

Sebastian Klaus & Marc Schätzle

Heute Abend spielt Superstar Heather Nova im Jazzhaus. Bereits am Nachmittag gab sie ein kleines aber feines Geheimkonzert in der Kapelle der psychiatrischen Abteilung in Herdern. Vor etwa 80 Besuchern, allesamt Patienten der Klinik, spielte die zierliche Sängerin von den Bermudas eine Dreiviertelstunde lang auf ihrer Akustikgitarre zart dahin gehauchte Popsongs. [mit Video]



Das Konzert wurde organisiert vom Freiburger „Bündnis gegen Depression“, das es sich zum Ziel gemacht hat, die gesundheitliche Situation depressiver Menschen zu verbessern und Suizid vorzubeugen. Heather Nova wollte schon immer mit ihrer Musik helfen und so organisierte Bündnismitglied Thomas Hahn zusammen mit ihr dieses Konzert. In verwaschenen Jeans und weißer Bluse steht Heather Nova vor dem Altar. Hinter ihr hängt das Jesuskreuz. Auf Stühlen und Bänken vor ihr sitzt das Publikum. Trotz ihrer hohen Absätze ist die Sängerin klein, zierlich und wirkt etwas verloren. Dass ausgerechnet sie den anwesenden Patienten Mut geben soll, erscheint auf den ersten Blick paradox. Doch als die ersten Töne ihres Eröffnungssongs „Truth & Bone“ erklingen, spürt man, wie eine Energie durch den Raum geht. Ihre helle, herbe Stimme, unterstützt vom Cello, passt zu diesem Ort und zu diesen Menschen, denen sie mit ihrer Musik „Hoffnung geben und dem Geist Ruhe verschaffen will.“


Acht Songs spielt sie insgesamt. Ihre Lieder sind, wie sie sagt, „schwer mit Worten zu beschreiben“, aber sie handeln davon, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben. Am Ende gibt es stehende Ovationen und Blumensträuße für die Sängerin. Einige Patienten kommen nach vorne, um sich persönlich zu bedanken. Es ist ihr Dank für ein wenig Hoffnung in einer schwierigen Zeit.

Heather Nova Geheimkonzert



Quelle: YouTube

[youtube TMtsjFfsoEQ nolink]

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