Hausverbot-Kampagne funktioniert und wird erweitert

Katharina Wenzelis

Mit der Hausverbot-Kampagne soll im Freiburger Nachtleben für Ruhe und Ordnung gesorgt werden: Wer einmal aus einer der teilnehmenden Locations rausfliegt, handelt sich bei 35 weiteren Gastronomiebetrieben und Partylocations ein zweijähriges Hausverbot ein. Die Kampagne geht nun in die zweite Runde. Hier die Details.



Mit der Aktion "Hausverbot!" wollen Freiburger Gastronomen und Event-Veranstalter dem zunehmend aggressiven Verhalten von zumeist alkoholisierten Störenfrieden entgegen wirken, um zukünftig mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität zu gewährleisten. Im Klartext heißt das: fällt man in einer der teilnehmenden Örtlichkeiten unangenehm auf und wird vom zuständigen Security-Personal vor die Tür gesetzt, hat man es in den folgenden zwei Jahren schwer, eine Location zu finden, bei der man nicht unerwünscht ist.


Die von der Stadt Freiburg und dem deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) initiierte Kampagne geht nun in die zweite Runde. "Die Kampagne wurde vor zirka zwei bis drei Jahren von der DEHOGA ins Leben gerufen. Seitdem gab es viel positives Feedback und die Aktion hat in den vergangenen Jahren einige Verbesserungen bewirkt. Aus diesem Grund wird die Kampagne jetzt aufgefrischt", so Holger Probst, Mit-Initiator der Kampagne und Herausgeber des Nitebeat-Magazins.

"Für Jugendliche ist das Hausverbot für Clubs oftmals viel schlimmer als eine Jugendstrafe, aus diesem Grund ist die Kampagne sehr wirksam", sagt Probst.

Es gibt genaue Richtlinien, wann einer Person ein derart strenges Hausverbot auferlegt wird. "Wenn eine Person negativ auffällt, bekommt sie eine Abmahnung. Nach mehreren Abmahnungen folgt das Hausverbot. Wenn eine Person sich in extremer Form daneben benimmt, kann das Hausverbot auch direkt erteilt werden", sagt Probst. Das Hausverbot wird dann der DEHOGA gemeldet, die wiederum die anderen beteiligten Locations über das verhängte Hausverbot informiert.

Durch strenge Ausweiskontrollen sollen die Übeltäter aus der Masse rausgefischt werden. "Die Türsteher der Clubs kennen ja ihre Pappenheimer", so Probst. "Bei Bars und Restaurants kann es eher mal passieren, dass einer durchrutscht."

Gewalttäter und Randalierer, die auf Straßen und Plätzen wiederholt negativ auffallen, können sich künftig einen Platzverweis oder sogar ein Innenstadtverbot einhandeln.

Mehr dazu:

An der Kampagne beteiligt sind folgende Bars, Diskotheken, Restaurants und Nightlife-Veranstaltungen:
  • Big Bang
  • Cohibar
  • Extravaganca
  • Maria
  • R&B
  • Scores
  • Sonder-Bar
  • The Great Räng Teng Teng
  • Uni-Café