Harry Hochuli: "Es war was drin im Koffer"

David Weigend

Nachdem die Delaborierer den 40 mal 50 Zentimeter großen Metallkoffer, der in einer Nylontasche heute Mittag in der Bankfiliale am Rotteckring abgestellt wurde, geöffnet haben, gibt es ein erstes Statement von der Polizei.



Harry Hochuli, Leiter des Polizeireviers Nord, mit einem ersten Statement zur Sprengstoff-Drohung in der Filiale der Deutschen Bank am Rotteckring: "Der Koffer wurde mit Spezialgerät geöffnet. Es war etwas drin, was genauer untersucht werden muss. Bei der Öffnung entstanden leichte Schäden, die nicht allein aus der Öffnung resultierten. Ein Personenschaden entstand nicht, nur geringer Sachschaden. Es gab eine Reaktion auf das Öffnen des Koffers. Der Schaden entstand ein wenig am Boden und an der Decke. Was genau diese Reaktion ausgelöst hat, muss jetzt ermittelt werden.


Wir haben mit einem Geräusch wie bei einem Starenschreck gerechnet, als der Koffer geöffnet wurde. Dieses Geräusch blieb aus. Man kann nicht ausschließen, dass der Koffer gefährlich war. Wir müssen die Bauteile jetzt untersuchen. Vermutlich wird das in einem Spezial-Laboratorium im LKA geschehen.

Die Auswertung der Videoaufnahmen, also die strafverfolgenden Maßnahmen, haben wir heute erstmal zurückgestellt. Aber sobald wir jetzt drinnen den Tatort übernommen haben, werden wir an die Auswertung der Bänder gehen. Wir gehen davon aus, dass die Videoaufnahmen aus den Bankräumen von entsprechender Qualität sind, so dass wir den Täter recht gut identifizieren können.

In einer ersten Tatbestandsaufnahme kann man den Vorfall keineswegs als Jux beschreiben. Man muss auch berücksichtigen, was hier für ein Aufwand betrieben wird, mal ganz abgesehen vom Schaden für die Bank wegen des Kundenausfalls."