Gundelfingen: Vorfälle mit Soft-Air-Waffen

Carolin Buchheim

In den letzten Tagen häufen sich die Mitteilungen beim Polizeiposten Gundelfingen darüber, dass Jugendliche mit großkalibrig aussehenden Waffen in der Öffentlichkeit hantieren. Gleich drei Fälle hatte der Jugendsachbearbeiter des Polizeipostens Gundelfingen seit Februar 2009 zu bearbeiten; bislang wurden insgesamt elf so genannte Anscheinswaffen (Soft-Air-Waffen) von der Polizei sichergestellt.

Im ersten Fall am 21. Februar 2009 wurden  mehrere Jugendliche im Ortsteil Wildtal in einem Gebäude  beobachtet, wie sie sich eine "Soft-Air-Schlacht"  lieferten.


Im zweiten Fall wurde eine Joggerin am 8. März 2009 unterhalb des Gundelfinger Schützenhauses von einer Gruppe Jugendlicher, die mit Schutzbrillen und Tarnanzügen ausgestattet waren und mehrere Waffen mit sich führten, erschreckt. Beim Eintreffen der hierauf verständigten Polizei flüchteten die Jugendlichen und ließen ihre mitgeführten Fahrräder und einige Soft-Air-Waffen zurück.

Im dritten Fall teilte ein Passant am 1. April 2009 der Polizei mit, dass er in einem Wohngebiet in Gundelfingen mehrere Jugendliche beobachten konnte, die mit "Gewehren" hantieren würden. Die hinzugerufene Polizei konnte im Anschluss im Kinderzimmer eines Jugendlichen noch weitere Soft-Air-Waffen feststellen.

Kurz darauf wurde erneut die Polizei darüber informiert, dass sich im Gundelfinger Wald weitere Jugendliche, ebenfalls mit Sturmhauben und Tarnkleidung ausgestattet, befinden würden, welche großkalibrige Waffen mit sich führten. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten sie zunächst, sie konnten jedoch gestellt werden.Den Jugendlichen, sie sind allesamt zwischen 14 und 16 Jahre alt, drohen nun Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Alle (Soft-Air) Waffen wurden sichergestellt und sollen eingezogen und vernichtet werden.

Die Polizei möchte in diesem Zusammenhang die Jugendlichen und ihre Erziehungsberechtigten darauf hinweisen, dass das Führen von so genannten Soft-Air-Waffen in der Öffentlichkeit verboten ist. Hierbei soll auch insbesondere noch einmal auf die mögliche Verletzungsgefahr, die von Waffen ausgeht, aufmerksam gemacht werden. Die Geschossenergie ist durchaus dazu geeignet, das Augenlicht eines Menschen zu zerstören. Einer ganz besonderen Gefahr setzen sich die Jugendlichen zusätzlich dadurch aus, dass ihre mitgeführten Soft-Air-Waffen "echten Schusswaffen" ähneln. Das kann im schlimmsten Fall zu gefährlichen Verwechslungen führen.

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