Fahndungsaufruf

Gruppenvergewaltigung: Polizei sucht mit Phantombild nach elftem Tatverdächtigen

Joachim Röderer

An der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18 Jahre alten Studentin beim Hans-Bunte-Areal könnte ein elfter Täter beteiligt gewesen sein. Die Polizei fahndet nach dem Verdächtigen mit einem Phantombild.

Die Ermittlungsgruppe Club der Kripo sucht nach einem weiteren Verdächtigen im Fall der Gruppenvergewaltigung einer 18-jährigen Frau in der Nacht zum 14. Oktober beim Hans-Bunte-Areal. Es gebe Hinweise auf einen weiteren mutmaßlichen Täter, heißt es in der Pressemitteilung vom Montagnachmittag. Ein unabhängiger Zeuge, der sich an dem Abend in der Diskothek aufgehalten habe, konnte den Verdächtigen gut beschreiben. Die Polizei hat ein Phantombild angefertigt und veröffentlicht.


Der Gesuchte soll zwischen 20 und 25 Jahre alt und 1,90 bis 1,95 Meter groß sein. Seine Statur wird als muskulös und durchtrainiert beschrieben. Der Verdächtige hat schwarze Haare. Er trägt sie seitlich kurz, das Deckhaar sei etwas länger. Er habe einen unten spitz zulaufenden Bart. Am Abend der Tat trug er einen enganliegenden blauen Pullover, eine dunkelbraune lange Hose und schwarze Sportschuhe. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter Tel. 0761/882-5777.



Der Mann, nach dem nun gefahndet wird, könnte damit der elfte Tatverdächtige sein. Zehn Männer – acht Syrer, ein Algerier und ein Deutscher – sitzen in U-Haft. Der bislang letzte Verdächtige konnte am Mittwoch, 19.Dezember, im Emmendinger Stadtteil Mundingen festgenommen werden. Bei der Vorführung vor dem Haftrichter gelang dem 18-Jährigen jedoch die Flucht durch einen Sprung aus dem Fenster im ersten Obergeschoss des Amtsgerichtsgebäudes am Holzmarkt. Dabei zog sich der Tatverdächtige mehrere Knochenbrüche zu.

Der junge Algerier konnte jedoch am Abend des gleichen Tages in Littenweiler ein zweites Mal festgenommen werden. Dabei war der Zufall im Spiel: Vor der Bundesligapartie des SC Freiburg war der Gesuchte im Umfeld des Stadions ausgerechnet dem Haftrichter vom Nachmittag begegnet, der ihn wiedererkannte und sofort die Polizei alarmierte.
Der Vermieter von Majd H., dem Hauptverdächtigen im Fall der Gruppenvergewaltigung, hat die Freiburger Behörden kritisiert. Sie hätten Warnungen zur Gefährlichkeit des Mannes nicht ernst genug genommen. Zum Hintergrund