Fahndungserfolg

Gruppenvergewaltigung in Freiburg: Polizei nimmt neunten Tatverdächtigen fest

Joachim Röderer

Nach der Gruppenvergewaltigung in der Hans-Bunte-Straße hat die Polizei jetzt einen 18 Jahre alten Syrer festgenommen – als neunter Tatverdächtiger. Er wurde durch eine DNA-Probe überführt.

Die Fahnder der Ermittlungsgruppe Club haben am Donnerstag durch das Landeskriminalamt Stuttgart die Mitteilung bekommen, dass eine der beiden offenen DNA-Spuren einer weiteren Person zugeordnet werden konnte.


Im Zuge der Ermittlungen der vergangenen Wochen hat die Kripo von mehreren Personen, die sich als mögliche Zeugen am Tatabend im Hans-Bunte-Club aufgehalten haben, freiwillig DNA-Proben erhoben. Hierdurch ergab sich nun die Übereinstimmung mit einer der beiden offenen Spuren, welche am Opfer gesichert werden konnten.

Der Festgenommene lebte in einer Unterkunft im Landkreis Emmendingen

Bei dem nunmehr neunten dringend Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18-jährigen Mann syrischer Staatsangehörigkeit, der in einer Unterkunft im Landkreis Emmendingen wohnte. Dieser ist bereits mit Körperverletzungsdelikten, Beleidigung und einem Drogendelikt polizeilich in Erscheinung getreten. Er konnte noch am Donnerstagabend kurz nach 19 Uhr im Stadtgebiet Emmendingen auf offener Straße festgenommen werden. Laut Polizeisprecherin Laura Riske leistete der Verdächtige dabei keinen Widerstand. Der 18-Jährige wird am heutigen Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg dem Haftrichter vorgeführt.

Damit sitzen nun neun Männer in Haft, acht syrische und ein deutscher Staatsbürger. Sie sollen in der Nacht zum 14. Oktober eine 18 Jahre alte Studentin, die durch eine noch nicht bekannte Substanz betäubt worden war, über mehrere Stunden vergewaltigt haben.






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