Gründung des Ring politischer Jugend Freiburg: "Wir wollen politische Bildungsarbeit leisten"

Hengameh Yaghoobifarah

Diese jungen Menschen sind Mitglieder bei der Jungen Union, den Jusos, der Grünen Jugend, den Julis und der Linksjugend. Im Februar haben sie den Ring politischer Jugend Freiburg gegründet. Was der Ring will, erklärt Julia Söhne (JuSos), im fudder-Interview:



Was genau ist der RpJ?


Julia Söhne: Der RpJ ist der Ring politischer Jugend von Freiburg. Den gibt es auch auf Landes- und auf Bundesebene. Wir haben ihn hier als Zusammenschluss aller Jugendparteien gegründet.

Was für Entscheidungen kann man in diesem Kontext treffen?

Hauptsächlich geht es uns darum, dass wir politische Bildungsarbeit leisten. Wir wollen Podiumsdiskussionen machen, und es wird natürlich auch viele organisatorische Angelegenheiten geben. Je nachdem, was so anfällt und ob wir uns drauf einigen können, können wir auch Pressemitteilungen herausgeben und uns zu bestimmten politischen Sachen positionieren. Es kommt also ganz darauf an, wie wir es gestalten!  

Werdet ihr auch mit den politischen Hochschulgruppen zusammenarbeiten?

Nein, es geht ausschließlich um die Jugendparteiorganisationen. Die Kooperation ist prinzipiell nicht ausgeschlossen, vielleicht machen wir auch mal Veranstaltungen an der Uni. Aber erst mal ist der RpJ ein Zusammenschluss von den Jugendparteiorganisationen.

Warum hat sich der RpJ in Freiburg erst jetzt gegründet?

Es gab schon immer wieder Bestrebungen, einen RpJ in Frieburg zu gründen, und es war immer schwierig, einen Kompromiss zu finden. Erst musste eine Satzung ausgearbeitet werden, dann musste sich drauf geeinigt werden, wer alles mitmachen darf, ob man die Parteien der Bundesebene, der Landesebene oder den Freiburger Gemeinderat nimmt.

Jetzt haben wir einen Kompromiss, und uns drauf geeinigt, dass auch die Linksjugend [’solid] dabei sein darf. Dann spielt es sicherlich auch eine Rolle, dass „Junges Freiburg“ sich aufgelöst hat. Damit ist schon noch mal ein Mitspracherohr für Jugendliche weggefallen.

Nach eurer Satzung soll alles einstimmig beschlossen werden. Ist der Entscheidungsprozess dadurch nicht sehr zäh?

Ja, auf jeden Fall. Wir haben uns bewusst Schranken gesetzt, weil wir der Überzeugung sind, dass es anders nicht funktioniert. Wir müssen die Sachen alle vertreten, es kann nicht sein, dass plakativ gesagt die JuSos, die Grüne Jugend und die Linksjugend die Jungen Liberalen und die Junge Union unterstimmt und dass wir dann bei Sachen mitmachen müssen, zu denen sie  eigentlich nicht stehen - das ist nicht der Sinn des RpJ.

Der Sinn ist wirklich, dass man eine große Stimme ist, und damit alle Jugendparteiorganisationen klarkommen. Es ist natürlich bei manchen Sachen schwieriger, sodass man jede zu treffende Entscheidung zur Abstimmung stellen muss. Bisher klappt es wunderbar und ich bin auch guter Dinge, dass es weiterhin gut läuft.

Ring politischer Jugend

Im RpJ Freiburg vertreten sind Junge Union, Jusos, Grüne Jugend, Julis und Linksjugend. Kontakt: rpjfreiburg(at)gmail.com

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    [Bild 1:CC BY-SA 2.0 sbmueller @ flickr; Bild 2: Thomas Kunz]