Großeinsatz der Polizei am Big 7 Club: 22 Verfahren eingeleitet

Joachim Röderer

22 Verfahren hat die Polizei gegen Besucher der Diskothek Big7 Club eingeleitet. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten Beamte des Polizeirevier Nord zusammen mit Ermittlern des Zolls, der Bundespolizei, der Kantonspolizei Basel und der Gendarmerie aus Colmar an der Diskothek im Gewerbegebiet Nord eine Kontrolle durchgeführt.

Die Großraumdisko in der Hans-Bunte-Straße, die nur in der Nacht von Samstag auf Sonntag öffnet, wird mitunter von bis zu 3000 Gästen besucht. Die Besucher stammen aus Freiburg, dem Umland, Frankreich und der Schweiz, berichtet die Polizei. Deshalb waren an der Großkontrolle neben dem Polizeirevier Freiburg-Nord unter der Führung von Revierleiter Harry Hochuli der Zoll, die Bundespolizei, die Verkehrspolizei und das Autobahnpolizeirevier Umkirch sowie Ermittler der Kantonspolizei Basel-Stadt und der Gendarmerie Nationale Colmar beteiligt.


Die 22 Ermittlungsverfahren wurden wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Im Wesentlichen handle es sich dabei um Verkehrsverstöße. So waren zwei Fahrzeuglenker bei der Anfahrtskontrolle mit mehr als 0,5 Promille Alkohol aufgefallen. Gegen einen Autofahrer wird wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt. Er war bereits vor dem Diskobesuch so betrunken, dass er kein Auto hätte steuern dürfen.

Zwei Besucher fallen in einer Nacht gleich doppelt auf

Ein weiterer Besucher war von der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Betruges zur Festnahme ausgeschrieben. Sein Weg führte nicht in die Disko, sondern direkt in die Freiburger Justizvollzugsanstalt. Gegen zwei Personen wird wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Außerdem registrierte die Polizei Verstöße gegen das Ausländergesetz. Am Auto eines Diskogängers wurden abgefahrene Reifen moniert.

Kontrolliert wurde auch bei der Abfahrt. Obwohl sich die Polizeiaktion unter den Diskobesuchern herumgesprochen haben musste, gab es viel Arbeit für die Polizei. Nunmehr stoppten die Polizeibeamten vier Alkoholsünder, die über 0,5 Promille lagen. Weiter gab es drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Marihuana) sowie fünf weitere Fälle von Trunkenheit im Straßenverkehr. Weitere Ermittlungsverfahren wurden wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Besonders kurios waren zwei Verkehrsteilnehmer, die in der Nacht gleich zweimal auffielen: So hat ein Autofahrer sowohl bei der Anreise und Stunden später bei der Abreise gegen die 0,5-Promille-Grenze verstoßen. Ein anderer Autofahrer war zunächst wegen Trunkenheit aufgefallen, weswegen sein Führerschein beschlagnahmt werden musste. Stunden später ertappte man ihn erneut hinterm Steuer. Nun schließt sich ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis an.