Per Drohne

Große Cannabisplantage in Kirchhofener Maisfeld entdeckt

Nikola Vogt

Eigentlich sollte das Maisfeld am Ortsrand von Kirchhofen per Drohne nach Wildschweinschäden abgeflogen werden – doch dann wurde ein ganz anderer Fund gemacht.

In einem Maisfeld am Ortsrand von Kirchhofen wurden 40 bis 50 Marihuanapflanzen entdeckt. Das hat der Polizeiposten Ehrenkirchen mitgeteilt. Die Pflanzen waren zwei bis drei Meter hoch und wurden gefunden, weil das Feld von einem Verantwortlichen mit einer Drohne abgeflogen wurde – eigentlich, um die Fläche nach Wildschweinschäden abzusuchen, wie Polizist Manfred Bluhm erklärt.


Die Polizei hat die Pflanzen entfernt und sichergestellt. Nach der Trocknung gehen sie nun an das Landeskriminalamt. Dort wird der THC-Gehalt bestimmt. "Die Pflanzen brauchen sehr viel Pflege, ansonsten kriegen sie oft Krankheiten. Deshalb ist der THC-Gehalt solcher Pflanzen meist niedriger als normal", berichtet Manfred Bluhm. Die Pflanzen in Kirchhofen seien seiner Meinung nach "ein bisschen betreut" worden.

Zwei Pflanzen waren bereits abgeerntet

Laut Laura Riske aus der Pressestelle der Polizei könne man anhand der Größe nicht sagen, wann die Pflanzen gesetzt wurden. "Da sie jedoch relativ groß sind, wurden sie gegebenenfalls schon vor einer ganzen Weile gesetzt. Vermutlich waren sie kurz vor der Ernte." Zwei Pflanzen seien bereits abgeschnitten gewesen, die restlichen waren noch nicht abgeerntet.

Das Pflanzen von Cannabis inmitten von Maisfeldern kommt in der Region immer mal wieder vor. Nach der Erfahrung der Polizei sind es meist junge Erwachsene, die Gras anbauen. Entweder, um die Blüten selbst zu rauchen, oder um den Stoff im kleineren Stil zu verkaufen. Die wirklich großen Hanfplantagen gibt es in Südbaden laut Manfred Bluhm aber nicht. Dafür ist der Raum zu dicht besiedelt. Was hingegen nach seiner Erfahrung immer mehr zunehme, seien Indoor-Plantagen mit vier bis fünf Pflanzen.



Mehr zum Thema