Greenpeace-Aktivisten demonstrieren halbnackt gegen giftige Chemikalien in Kleidern

Simone Lutz

In der Freiburger Innenstadt protestierten am Samstag Greenpeace-Aktivisten mit einer luftigen Performance gegen schädliche Chemikalien in der Kleidung.



Vollen Körpereinsatz für die Sache zeigten am Samstag Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace Freiburg. Um gegen giftige Chemikalien in Kleidern zu demonstrieren, zeigten elf von ihnen eine Tanzshow in der Münsterstraße – nur mit Unterwäsche bekleidet.


"Die Idee zur Kampagne kam von Greenpeace International", erklärt Julia Lindenberg, eine von etwa 40 Freiburger Aktivisten. Sie verteilte Infomaterial und sprach mit Passanten. Die blieben zur Mittagszeit verblüfft stehen, als laute Musik aus einem Verstärker kam – übrigens betrieben von einer Aktivistin, die für Strom auf einem Rad strampelte – und sich elf Leute auszogen, um eine Choreographie darzubieten. Dahinter steckt, dass Greenpeace Kleidungsstücke von 20 Modemarken auf schädliche Chemikalien untersuchen ließ und flächendeckend giftige Rückstände fand. "Unterstützen auch Sie die Kampagne Detox von Greenpeace. Kaufen Sie in Second-Hand-Läden", forderten die Aktivisten.

Die Resonanz, fand Julia Lindenberg, war groß: "Das mit dem Tanzen war ein guter Effekt." Muss man sich also künftig wie bei Greenpeace ausziehen, um auf seine Sache aufmerksam zu machen? Julia Lindenberg lacht: "Das setzt natürlich neue Maßstäbe."

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[Foto: Thomas Kunz]