Google-Map: Die Piraten der Weltmeere

Christian Deker

Eine Google-Map der besonderen Art ist die "IMB live piracy map". Mit deren Hilfe können sich Kapitäne und Eigner auf die Reise vorbereiten, wenn sie mit ihren Schiffen Hochrisikogebiete der Piraterie durchqueren. Alle Orte der Überfälle aus dem laufenden Jahr sind dort verzeichnet.



Das International Maritime Bureau (IMB), eine Organisationseinheit der Internationalen Handelskammer, unterhält diese Online-Pirateriekarte.  Der Betrachter sieht nicht nur die Kontur der Küste, sondern auch seichte Gewässer und Buchten, von denen Piraten ihre Überfälle aus starten könnten.


Rote Ballons zeigen stattgefundene Überfälle, während gelbe Ballons erfolgreich abgewehrte Attacken markieren. Sobald man auf den Ballon klickt, öffnet sich ein Fenster mit einer Kurzzusammenfassung der Attacke, die Zeit und Ort, den Typ des attackierten Schiffes und der Anzahl der betroffenen Crewmitglieder nennt.

Der letzte Pirateriebericht des IMB vom Oktober 2007 verzeichnete für die ersten drei Quartale 2007 weltweit fast 200 Piratenüberfälle. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Angriffe damit um 14 Prozent. Insgesamt wurden 15 Schiffe geraubt, 172 Seeleute als Geiseln genommen, 63 entführt und 21 verletzt. Angriffe auf Besatzungen, Kidnapping und Lösegeldforderungen stiegen im Vergleich zum Jahr 2006 dramatisch an. Zu besonderen Hochrisikogebieten haben sich vor allem Somalia und Nigeria entwickelt.

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