GNTM: Big Drama beim Umstyling – doch bei Kandidatin Giuliana Farfalla sind die Füße das Problem

Dora Volke

In dieser Folge erwartet die Kandidatinnen in Los Angeles das große Umstyling. Das bedeutet normalerweise jede Menge Tränen. Bei Giuliana Farfalla aus Freiburg sind allerdings nicht die Haare das Problem.

"Ich fänd’ das super, wenn wir echt mal eine Folge des Umstylings haben – und keiner weint!" Will Heidi denn wirklich auf das große Drama verzichten, das die Zuschauer normalerweise beim großen GNTM-Umstyling erwartet? Ohne Drama und Tränen ist es doch eigentlich nur ein Massen-Friseurbesuch. Bei einer Top-Stylistin, zugegeben, aber trotzdem: Letztlich sind es doch nur Haare, wie Juror Michael Michalsky ganz richtig feststellt.


Giuliana hat die Füße schön

Die vierte Folge dieser zwölften Staffel wartet also mit jeder Menge Tränen auf. Nicht so jedoch bei der Freiburger Kandidatin Giuliana Farfalla. Die 20-Jährige wirkt eher belustigt, denn bei ihr sind gar nicht die Haare das Problem, sondern die Füße. Die gelben Fußnägel scheinen dem Fußpilz nahe und Heidi rümpft die Nase: "Boah, die stinken echt!" Für Giuliana kein Grund auszuflippen, sie weiß um ihre weniger schönen Fußnägel: "Schaut sie euch nicht an, wenn ihr keine Traumatherapie beantragen wollt!" Teamcoach Michael macht dazu den Scherz des Tages: "Meinst du, wir hätten doch lieber einen Hufschmied rufen sollen?!"

Anders als die in sich ruhende Giuliana veranstalten andere Mädchen eine richtige Szene, weil sie nicht wissen, was für ein Haarschnitt ihnen bevorsteht. Eine Kandidatin, Helena, geht sogar lieber nach Hause, als ihre Haare der Stylistin anzuvertrauen. Sie wird nun nie wissen, ob sie tatsächlich eine Kurzhaarfrisur erwartete – was in diesem Jahr bei niemandem der Fall ist. Bis auf einen mittelkurzen Bob behalten so ziemlich alle Mädels ihre Haarlänge, – hier ein bisschen Farbe, dort ein paar Spitzen ab. Auch Giulianas lange braune Haare sehen nach dem Umstyling eigentlich nicht viel anders aus als vorher. Die größte Veränderung gab es schon in der letzten Woche, als Leticia der Kopf rasiert wurde – wofür die Jury sich aber vorher ihr Einverständnis eingeholt hatte. Zwölf Jahre Umstyling und immer noch nichts gelernt!

Ganz natürlich bitte – wie denn?!

Nach dem großen Umstyling – sagen wir lieber Friseurbesuch, das entspricht dem Ergebnis eher – geht es zum Setcard-Shooting. Mit den dabei geschossenen Bildern werden sich die Models in Zukunft auf Jobs bewerben, dementsprechend wichtig ist das Shooting für die Kandidatinnen. Besonders wichtig ist es für Brenda und Aissatou, die in dieser Woche im "Shoot-out" sind: Sie werden im Shooting direkt miteinander verglichen und eine muss dann sofort gehen. In dieser Woche trifft es Aissatou. Und schon sind es zwei weniger.

Heidi fordert ihre Mädels beim Shooting immer wieder zu Natürlichkeit auf, kein Duck-Face, kein übertriebenes Lachen. Dabei fragt man sich allerdings schon ein bisschen, wie die jungen Mädchen denn bitte natürlich sein sollen, wenn alles an ihrer Situation und an der Sendung unnatürlich wirkt, von dem gewollt in Szene gesetzten Apfelessen bis zur kumpelhaften Anmache des Fotografen. Giulianas Shooting wird leider gar nicht gezeigt, TV-wirksam war es also nicht. Modeltechnisch scheint es aber gut gewesen sein, denn nach einem eher wackeligen und unsicheren Entscheidungswalk meint Heidi: "Hast du ein Glück, dass du so ein tolles Foto hast!" – Giuliana ist weiter.

"Jetzt müssen wir unsere Betten selbst machen?!"

Der Rest der Folge zeichnet sich weniger durch Modeln aus als vielmehr durch Zickereien unter den Mädchen. Natürlich wird die schüchternste der Kandidatinnen, Julia, die eben nicht so gern mit den anderen zusammensitzt, schön durch den Kakao gezogen. So langsam haben die übrigen Mädels das Gefühl, die Österreicherin möge sie nicht und ziehe sich absichtlich zurück. "Ich bin halt einfach schüchtern", fleht Julia geradezu um Verständnis. Nach einem klärenden Gespräch wird immerhin weniger gelästert. Dafür wird nun die Wahlpariserin Carina mit ihrem Selbstbewusstsein neues Lästerziel. Ist nicht eine ordentliche Portion Selbstliebe nötig, um die Kommentare von Heidi und die gesamte Modelwelt zu überleben?

Unsere Giuliana aus Herbolzheim scheint fast die einzige, die sich nicht an den Lästereien beteiligt. Als sie bei einem Interview über Carina neben einigen der größten Lästermäuler sitzt, fühlt sie sich offensichtlich unwohl und macht ziemlich deutlich, dass sie mit diesen Spielchen nichts zu tun haben will. Sehr angenehm und sympathisch! Auch an den Beschwerden über das Model-Loft beteiligt sich die Südbadenerin nicht – die anderen Mädels hatten wohl eine ähnlich luxuriöse Modelvilla wie die der letzten Staffeln bei ihrer Ankunft in Los Angeles erwartet. Als es dann "nur" ein Loft mit selbst zu beziehenden Betten im Großraum wird, sind viele schwer enttäuscht. Wirklich ein hartes Leben, das ihr da führt, ihr Armen. Darf man euch daran erinnern, dass ihr euch selbst für die Sendung beworben habt?

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