Glücksregeln für die Liebe

Carolin Buchheim

Der Schauspieler Pierre Franckh hat mit "Glücksregeln für die Liebe" einen Beziehungs-Ratgeber-Bestseller geschreiben. Sein Vortrag zum Thema, heute Abend in der Buchhandlung Rombach, ist schon seit Tagen ausverkauft. Im fudder-Gespräch hat der charismatische Pierre Franckh ausführlich erklärt, warum sich ein Verzicht auf Casual Sex lohnt, wann Online-Dating funktioniert und worauf es wirklich ankommt, wenn man den idealen Partner für sich finden will.



Herr Franckh, wie sind sie als Schauspieler dazu gekommen, Bücher über Beziehungen zu schreiben?

Vor 16 Jahren, als ich auf dem Höhepunkt meiner Karriere war, hatte ich all das, was einen glücklich macht: Frauen an meiner Seite, Geld und Erfolg. Trotzdem war ich nicht erfüllt und glücklich. Da habe ich mich für vier Monate komplett zurückgezogen und nachgedacht: Wie schaffe ich es, Pierre Franckh, eine wahre, tiefe Liebesbeziehung zu führen?

Die Antworten, die ich gefunden habe, habe ich mir als meine Leitsätze aufgeschrieben und ich fing an nach ihnen zu leben. Plötzlich kamen Leute auf mich zu, die ich gar nicht kannte, und sagten zu mir "Du hast was, das ich nicht habe, dass will ich auch haben, denn das macht dich glücklich." Ich merkte plötzlich, dass es da etwas gibt, dass ich aus meiner Tiefe heraus anderen Leuten mitteilen konnte. Und innerhalb von kürzester Zeit, reisten die Leute von Hamburg, von Frankfurt, von Berlin nach München, um vier Stunden mit mir zu reden. Das machte ich zehn, zwölf Jahre lang sehr intensiv, und ein Freund von mir, der einen Verlag besitzt, Konrad Halbig, sagte zu mir "Mensch, schreib doch mal ein Buch darüber".

Ich habe mich für ein Jahr zurückgezogen und schrieb mein erstes Buch "Glücksregeln für die Liebe". Und dann erwartete ich, von den Medien abgeohrfeigt zu werden. Denn ein Schauspieler, was weiß der denn schon von Partnerschaft?!

Stattdessen kam aber der Medienerfolg.

Genau. Das Gegenteil war der Fall. Ich hatte so viel Presse wie noch nie in meinem ganzen Leben, die BILD-Zeitung machte eine ganze Seite über mich, und ein halbes Jahr später noch einmal eine halbe Seite "Dieser Mann rettete hundert Ehen". Ich bekam unglaublich viele Mails, begann Vorträge zu halten.

Ich hörte von heute auf Morgen mit der Schauspielerei auf. Seit drei Jahren mache ich schauspielerisch überhaupt nichts mehr, sondern schreibe nur noch Bücher, gebe Seminare und halte Vorträge.

"Glücksregeln für die Liebe" basiert auf ihren eigenen Erfahrungen. Was ist die wichtigste Regel?

Die erste Regel, die ich für mich aufgestellt habe war "Verwechsle Sex nicht mit Liebe". Bis dahin hatte ich es, wie so viele andere Leute, immer umgekehrt gemacht. Denn es läuft ja so: Wir sehen jemanden, lernen ihn kennen, gehen miteinander ins Bett und nach drei Wochen sportiven Gehabe guckt man überhaupt erstmal, 'Wer bist Du eigentlich?' und dann stellt man erschrocken fest 'Oh mein Gott! Du bist ja ganz anders!'

Mittlerweile wissen wir, dass beim Geschlechtsverkehr ein Hormon ausgeschüttet wird, dass wie ein Klebstoff für die Partnerschaft wirkt. Wenn man sich dann wieder trennt, dann gibt es unglaubliche körperliche Schmerzen. Macht man das öfters, dann glaubt man irgendwann, man sei nicht beziehungsfähig, weil man sich dauernd selbst diese tiefen Trennungsschmerzen verursacht hat. Man ist aber nicht beziehungsunfähig, man hat es nur komplett falsch gemacht.

Ihre Frau haben sie aber ganz anders kennen gelernt.

Wie das dann so geht, das Schicksal bot mir dann dementsprechend meine eigene Regel an: Meine Frau, mit der ich seit dreizehn Jahre verheiratet bin, habe ich übers Telefon kennen gelernt. Während meiner meditativen Phase, dachten sich meine Kollegen "Den Pierre muss man mal retten, das kann doch nicht sein, dass der so Zuhause sitzt". Sie arrangierten ein großes Abendessen und ich war zum ersten Mal wieder unter Leuten und sprach über meine tiefen Wahrheiten.

Drei Wochen später läutete das Telefon und da war eine Frau dran, der ich an dem Abend meine Nummer gegeben hatte. Aber ich wusste nicht mehr, wie sie aussah. Ich wusste nur noch, dass sie blond war und schlank. Wir telefonierten dann am ersten Tag vier Stunden, und am zweiten Tag sieben Stunden. Damals spielte ich in Berlin Theater, und sie spielte in Bonn, so dass wir uns nicht sehen konnten.

Am dritten Tag, nach weiteren sieben Stunden Telefonat, sagten wir "Wenn wir uns so gut verstehen, dann könnten wir doch auch so einen Liebesurlaub machen." Okay, das machen wir! Am nächsten Tag, nach weiteren sieben oder acht Stunden sagten wir uns "Aber dann könnten wir doch eigentlich auch gleich zusammen ziehen und das Geld zusammen schmeißen." Und Michaela, zu wahrer Hingabe fähig, kündigte sofort ihren Job bei dem Theater dort, und auch ihre Wohnung, und am Tag darauf, nach weiteren acht Stunden, da sagten wir, "Mensch, aber dann, wenn wir uns seelisch so gut verstehen, dann können wir eigentlich auch gleich heiraten!"

Nach weiteren sechs Wochen telefonieren, bekam ich dann endlich die Chance, sie abzuholen. Meine ganzen Kollegen sagten zu mir dauernd, ich wäre komplett verrückt, jetzt wäre ich vollkommen übergeschnappt, und ich sagte "Nein, Nein, Nein, genau das Gegenteil ist der Fall, denn wenn ich künftig irgendwo ich in anderen Partnerschaften wieder irgendwelche Fehlversuche habe und es mir nicht so gut geht, dann werde ich alle Sehnsüchte immer auf diese Telefonpartnerin projizieren.

Da war meine wahre große Liebe und ich habe diese Chance nicht ergriffen!" Die sagten "Mensch, Du weißt ja gar nicht, wie sie riecht, wie sie schmeckt, wie sie im Bett ist, wie sie sich anfühlt!", und ich sagte, "Ja, das Schlimmste, was uns passieren kann, wenn wir uns körperlich nicht gut verstehen ist, dann werden wir gute Freunde, denn seelisch verstehen wir uns ja perfekt". Ich habe mir von Sixt einen LKW ausgeliehen, und bin dann nach Bremen gefahren, um sie abzuholen, in Bremen, wo sie wohnte.

Und ich weiß noch genau, wie sie die Tür aufmachte, und davor stand, und ich nur dachte 'Mein Gott, hab ich ein Schwein gehabt.' Dann luden wir ihre Sachen ein und fuhren nach Hause. Seitdem halten wir all die Regeln für uns ein, die ich in meinem Buch beschreibe.

Wilde Geschichte!

Was ich ganz erstaunlich finde ist, wie unglaublich viele Leute mir mailen, die ganz ähnliche Geschichten haben. Menschen, die sich über das Internet kennen gelernt haben, zum Beispiel, beim Chatten.

Was halten sie denn von Online-Dating?

Letztendlich halte ich davon sehr viel, wenn man ehrlich ist. Wenn wir Partner suchen, wollen wir, dass unser Partner uns sehr ähnlich ist. Je mehr unser Partner uns ähnelt, umso größer ist die Chance, dass wir glücklich werden, denn all das, was uns auseinander driften lässt, sind immer Streitpunkte. Wenn einer gerne in die Berge fahren möchte, der andere aber ans Meer, dann muss einer einen Kompromiss eingehen.

Je mehr wir aber die gleichen Vorstellungenvom Leben haben und eine ähnliche Herkunft haben, umso gleichförmiger laufen wir, um so genauer sind unsere Visionen und Zielsetzungen in eine Richtung fokussiert. Das ist eigentlich die Grundvorrausetzung für eine glückliche Partnerschaft. Am Anfang werden wir natürlich von den Gegensätzen fasziniert, aber nur, weil wir sie selbst nicht leben. Innerhalb von kürzester Zeit sind es genau die Gegensätze, die uns am Anfang so faszinieren, die uns tierisch auf den Wecker gehen, weil wir uns eigentlich immer überfordert fühlen.

Am Anfang, wenn wir verliebt sind, verstellen wir uns ja ohne Ende, wir geben vor, jemand anderer zu sein, nur damit wir ankommen, damit wir geliebt werden. "Bergsteigen! Ich liebe Bergsteigen!" Aber dann kommt die Wahrheit, "Nein, eigentlich will ich gar nicht in die Berge".

Wenn man am Anfang sehr aufrichtig und ehrlich ist, dann findet man über die perfekten Online-Dating-Suchmaschinen sehr schnell diejenigen, die sehr ähnlich in ihrem Gedankengut sind. Ob dann daraus die Chemie von Liebe und Sympathie entsteht, ob man sich gut riechen kann, das ist eine ganz andere Sache.

Das größere Problem der heutigen Singles ist es, dass sie sich nicht mehr sagen oder trauen, wirklich raus zu gehen, und Menschen "in freier Wildbahn" anzusprechen. Man glaubt, nicht liebenswert zu sein, nicht schön genug, nicht attraktiv, nicht sportlich genug, blablabla.

Man hat ein ganz großes Paket von Minderwertigkeitsgefühlen, das man dauernd mit sich herum schleppt, und das kann man beim Online-Dating erstmal beiseite legen. Man kann beim Internet-Dating ja sogar sagen "Ich bin ja gar nicht schön", ohne ein großes Risiko für sich selbst in der emotionalen Verletzung einzugehen. Gleichzeitig glaube ich aber auch sehr stark an die Resonanz und die Anziehungskräfte.

Ich habe auch ein zweites Buch geschrieben, "Erfolgreich wünschen", das der eigentliche Bestseller ist. Und da geht es widerum darum, wie schaffe ich es, meine Visionen, meine Ziele und Wünsche umzusetzen. Letztendlich habe ich mir auch meine Frau gewünscht, anhand von einer ganz klaren Liste, die ich mir aufgestellt habe.

Das heißt, auch im Internet können wir daten wie wir wollen, wenn wir nicht offen und bereit für eine Partnerschaft sind, wird sie auch nicht eintreffen. Wir können uns dem Internet bedienen, wir können aber genau so gut in einem Café sitzen und offen und bereit sein, dann wird genau so dieser Partner zu uns kommen, weil die Anziehungskräfte dafür sorgen.

Also ist ihrer Meinung nach jemand dann Single, wenn er nicht bereit ist?

Ja, Man braucht nicht suchen. Das Suchen verhindert das Finden. Je intensiver wir suchen, desto erfolgloser werden wir sein. Das A und O ist, ganz egal, welcher Mittel wir uns bedienen, dass wir uns tatsächlich offen und bereit machen, das Risiko der Liebe einzugehen. Das ist sehr mutig! Nicht nur, dass man jetzt plötzlich zu Zweit zusammenzieht, man lässt wieder jemanden ganz nah an sich heran, ganz viele Menschen sind ganz oft und ganz tief verletzt worden, und das muss man alles wieder loslassen. Das muss man vergessen und sich erneut einlassen.

Ganz viele Menschen wollen das nicht. Sie sind viel zu bequem, sie haben zwar den Mangel, sie sind alleine, aber Partnerschaft ist auch unbequem. Es hat zwar eine Fülle an Glückseligkeit, aber man muss auch kompromissbereit sein, man muss viele Sachen machen, die man nicht so gerne tut, man muss vor allem transformieren können, man verändert sich ständig, und man hat es außerdem, meistens zumindest, mit einem Menschen des anderen Geschlechts zu tun, und das andere Geschlecht denkt anders und fühlt anders und damit muss man sich auseinander setzen. Wenn man das tut, dann ist es wundervoll, weil man unglaublich schnell reift, erwachsener wird, auch in der Liebe erwachsener wird und man kann ganz schnell wesentlich erfüllter sein Leben bestimmen. Aber das bedeutet eben auch Mut und Bereitschaft.

Und ja, die meisten Menschen, die meisten Singles, sind nicht bereit, so ein Risiko einzugehen, das Risiko der Hingabe. Hingabe ist meistens etwas, das eher belächelt wird, Hingabe, ja, ohne Hingabe werden wir niemals eine erfüllende Liebesbeziehung finden. Weil die Partnerschaft immer so dahin plätschern wird.

Man wird immer den Mangel an Tiefe spüren und denken "Ich bin an der Oberfläche, und vielleicht ist er oder sie es gar nicht." Und man sucht ständig irgendwo ein bisschen weiter. De facto hat man sich nie richtig eingelassen.

Liegt das Problem ihrer Meinung nach darin, dass man durch die veränderten Lebensbedingungen, die Mobilität und das Internet das Gefühl vermittelt bekommt "Irgendwo finde ich noch jemand besseren"?

Ja, das man sich nicht entscheidet, ist das größte Problem. Das Angebot ist so gewaltig, dass man ständig das Gefühl hat, man macht einen Fehler, wenn man sich entscheidet. Wir tun das ständig, schon beim Fernsehgucken. Entscheiden wir uns für ein Programm, schauen wir dreißig andere nicht!

Also zappen wir gerne, das heißt wir schauen stattdessen gar kein Fernsehprogramm mehr an. Aber wir alle wissen, wenn wir ins Kino gehen, und uns einlassen auf den Film, dann sind wir wesentlich intensiver daran beteiligt, als wenn wir beim Fernsehen einen Abend lang gezappt haben. Das Erlebnis ist wesentlich tiefer und größer.

De facto ist es so, ja, wir haben verlernt uns zu entscheiden, für eine Sache. Wir haben ständig das Gefühl, etwas zu verpassen. "Wenn ich in Freiburg bin, bin ich nicht in München. Und in München wäre es doch gerade viel schöner!" Letztendlich ist das nur die Projektion, woanders wäre es schöner. Das bedeutet, wenn ich nicht in der Partnerschaft bin, dann habe ich keine. Also wenn ich ständig noch denke "Vielleicht gibt es woanders noch was besseres!, dann schau' ich auch in der Partnerschaft hauptsächlich auf die Mängel, und nicht auf die Fülle. Wir wissen "Energy flows where attention goes".

Da, wo wir unsere Aufmerksamkeit hinrichten, vermehrt sich die Energie. Schau ich auf den Mangel, vermehrt sich dieser. Schau ich auf die Fülle, werde ich immer reicher und erfüllter in der Partnerschaft sein. Letztendlich ist es ganz gleichgültig, mit wem wir zusammen sind. Weil jeder Partner, immer uns wiederspiegelt. Letztendlich können wir überall glücklich sein, wenn wir es denn nun wirklich wollen. Die meisten lassen sich aber gar nicht in dieser Tiefe ein.

Ja, wir müssen uns entscheiden, aber entscheiden heißt, so war es bei mir auch. Ab jetzt wo ich mich entschieden hatte, dass Michaela meine Frau ist, interessierte mich kein anderer süßer Arsch mehr. Auch nicht die Möglichkeit, au, das wäre aber auch noch was Nettes. Das interessierte mich einfach nicht mehr.

Die eine große Liebe ist also eine Entscheidungssache?

Ich würde nicht sagen "die eine, große Liebe". Das ich mich für jemanden entscheide, bedeutet nicht, dass ich mich nicht wieder trennen kann, wenn ich merke, dass ich mich weiterentwickel, der Partner aber nicht. Ich sage nicht, dass man mit seinem Partner zusammen sein muss für immer. Ich sage nur, dass man sich klar entscheiden muss.

Wesentlich besser als ein Seitensprung ist es zu sehen: "In dieser Partnerschaft geht es nicht weiter, ich trenne mich, lebe ein paar Monate alleine, bis ich mich wieder gesammelt habe, und gehe dann wieder zu 100 Prozent eine neue Partnerschaft ein. Es gibt nicht "diese eine große Liebe", es gibt immer wieder Seelenverwandtschaften.

Aber jeder Mensch hat immer noch die Entscheidung, wie weit er sich entwickeln möchte. Ich kann nicht davon ausgehen, dass der Partner, den ich mit 20 kennen lerne, mit 40 tatsächlich all die Entwicklungen mitgemacht hat, die ich auch machen wollte.

Was raten sie denn Teenagern und jungen Erwachsenen? Sollen die sich gleich auf die Suche nach dem Seelenpartner machen?

Denen rate ich, alle Fehler zu machen, die man nur machen kann. Wir lernen nur aus Fehlern, und gerade die Partnerschaft oder die Liebe besteht daraus, zu spüren, wie ist es verliebt zu sein, verlassen worden zu sein, treu zu sein, untreu zu sein.

Wir lernen nicht aus der Theorie, wir lernen nur aus unseren persönlichen Erfahrungen. Gerade in der Partnerschaft und in der Sexualität, natürlich sollen die sich ausleben! Und austoben! Und ausprobieren! Und spüren, wie es ist!

Wenn ich mir überlege, wie ich früher war, wenn ich das damals schon gemacht hätte, wie ich es heute lebe, dann wäre ich altklug und blasiert gewesen, und überhaupt nicht überschwänglich. Letztendlich ist das, was ich heute weiß, die Summation all meiner Fehler. Ich habe eine Tochter, die ist 14, die wird genau in all diese Fehler hineintappen, obwohl sie meine Bücher kennt und obwohl wir uns da viel drüber unterhalten. Das ist ihr Job als Teenager.

Was ist Sexualität, was Liebe? Wie fühlt sich das an? Wie fühlt sich das an, wenn ich mal an jemanden gerate, mit dem das eklig ist? Wie erkenne ich das vorher? Wie gehe ich sicher, dass es eine angenehme Angelegenheit ist, wenn ich mit dem ins Bett gehe? Wie gehe ich sicher, dass der nicht tratscht? Das kann ich vorher nicht wissen, sondern das eigne ich mir immer mehr an, indem ich betrogen werde, oder irgendjemand was ausplaudert, was nicht ausgeplaudert werden soll.

Wir gehen alle immer wieder am Anfang durch all diese Tiefen der Liebe, durch diese Verletzungen der Liebe, manchmal stärker, manchmal weniger, um zu erfahren: Was will ich wirklich? Was ist Partnerschaft für mich wert? Ich kann nicht erwarten, dass ich mit 16 jemanden treffe, dass der mit 30 tatsächlich das geworden ist, was ich mir in meinem Leben auch vorstelle.

Denn ich mit 16 wüsste ja auch nicht, wie ich mit 25 bin. Mit 16 ist das Leben noch viel romantischer, man hat ein komplett anderes Partnerbild als man es mit 25 hat oder mit 30, wenn man bereits viel abgeklärter ist. Es gibt ja nicht umsonst diesen Spruch, dass man mit jeder Partnerschaft sich immer mehr der Liebe nähert. Mit 16 ist man nicht zu absoluter Liebe fähig.

Wie soll das auch funktionieren? Deswegen an die die fudder-User: Unbedingt einfach tun. Learning by doing. Fehler machen, und die Fehler auch immer betrachten. Die Fehler nicht einfach wegpacken, und sagen, "Okay, weiter!" oder auf andere schieben oder "Frauen sind eben so!", oder "Typisch Mann!". Nein, man muss sich fragen: "Warum habe ich so einen kennen gelernt, warum habe ich so eine Frau kennen gelernt?"
Das ist der eigentliche Job.



Mehr dazu:

Pierre Franckh: Website & Wikipedia & IMDB