Gestern und morgen im Blick: Die Freiburger Firma Hild ist 135 Jahre jung

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Lebenslustig, vor Ideen sprühend, mit legendärer Vergangenheit, glänzender Gegenwart und hoffnungsvoller Zukunft: Die Firma Hild, eines der ältesten Freiburger Einzelhandelsgeschäfte, feiert in diesem Jahr ihr 135-jähriges Bestehen.



Angefangen hat alles mit dem Mechaniker Ernst Hild: Im Oktober 1878 eröffnete er in Freiburg eine Reparaturwerkstatt für Nähmaschinen – ein hochattraktives Unternehmen, war es doch üblich, die eigene Kleidung auch selbst herzustellen. Relativ neu war damals noch die Unterstützung durch die elektrische Nähmaschine, die kurz zuvor aus den USA nach Deutschland gekommen war. Der Reparaturbetrieb im Sedanquartier wurde 1879 in die Salzstraße 47 verlegt – aus Synergiegründen, denn in diesem Haus befand sich bereits die Nähmaschinenhandlung von August Mappes, die Ernst Hild 1881 übernahm und in eigenem Namen weiterführte.


Weitere Vertriebszweige wie landwirtschaftliche Maschinen und Zweiräder kamen hinzu. 1896 kaufte Ernst Hild das mittelalterliche „Haus zur Leiter“ in der Salzstraße 41. Bis heute ist das erstmals im Jahr 1339 erwähnte und seit dem 19. Jahrhundert mit Masken und Kreuzstöcken verzierte Haus der Sitz von „Hild… und die Nähmaschinen“. Das schmale Nachbarhaus Salzstraße 43 erwarb Ernst Hild im Jahr 1902 ebenfalls; heute trägt es den Titel „Zur kleinen Leiter“.



Kontinuität und Wandel

Nach dem Tod von Ernst Hild führten die beiden Söhne Ernst Hild junior und Richard Hild – beide Mechaniker wie der Vater ‑ den Betrieb als gemeinsame Inhaber weiter. In die rechte Haushälfte zog im gleichen Jahr die Teppich-, Korb- und Bürstenwarenhandlung von Josef Dietrich ein, mit einer „Benzin-Öl-Station“ zollte man der wachsenden Motorisierung Tribut. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der die Häuser Salzstraße 41 und 43 weitestgehend unbeschädigt hinterließ, rappelte sich die Firma unter wechselnder Leitung von Familienangehörigen wieder hoch und baute das Fahrradgeschäft weiter aus. Seit 1986 leiten Thomas und Andrea Merkel die Geschicke des bekannten und beliebten Fachhandels.



Fachhandel mit Anspruch & Perspektive

Nach dem Auszug der Fahrräder ins Industriegebiet Nord im Jahr 2000 verblieb das Nähmaschinengeschäft mit Reparaturwerkstatt und Kursangebot am Stammsitz in der Freiburger Innenstadt. Doch auch das ist bald Vergangenheit: Ende 2013 bezieht die Hild-Nähwelt einen Neubau mit Verkaufsraum, Werkstatt, Kursräumen und Lounge in der Hild-Radwelt. „Wir haben hier die optimale Lage für uns und unsere Kunden gefunden“, bestätigt Thomas Merkel die Firmenphilosophie des Niemals-Stehenbleibens in zwei stetig wachsenden Wirtschaftszweigen. Anfang des kommenden Jahres wird dann auch die Hild-Radwelt auf der doppelten Fläche ihre Pforten öffnen. Doch zuvor können sich die Kunden beim Jubiläumsverkauf auf tolle Angebote freuen.

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