Germany’s Next Topmodel: Freiburger Kandidatin Giuliana will aufgeben – doch sie fasst sich ein Herz

Dora Volke

Noch größere Herausforderungen als sonst erwarten die Kandidatinnen der 12. Staffel von Germany’s Next Topmodel: Auf dem schwankenden Kreuzfahrtschiff laufen – und das am besten ohne Übelkeit. Giuliana aus Freiburg will sogar aussteigen.

"Ihr könnt’s wahrscheinlich an meiner Piepsstimme erraten: Ich bin die Heidiii!" – mit diesen Worten begrüßt die Modelmama ihre 28 Kandidatinnen durch den Lautsprecher auf dem 160 Meter langen Kreuzfahrtschiff, das die Mädchen ab der zweiten Folge durch das Mittelmeer schippert.


Manche scheitern schon fast an der ersten Herausforderung: den eigenen Koffer an Deck schaffen. Als alle an Bord sind, geht es los; von Marseille in Richtung Palma de Mallorca. Trotz großer Vorfreude und Euphorie bei den Mädchen sind diesmal also nicht nur Tränen, sondern auch Seekrankheit bei Germany’s Next Topmodel vorprogrammiert.

Zweifel an der Teilnahme bei Giuliana

Auch die Freiburger Kandidatin Giuliana Farfalla hat mit Übelkeit zu kämpfen. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Als sie die Bikinis für die erste Foto-Challenge sieht, wirkt die sonst so fröhliche und offene Giuliana plötzlich ganz eingeschüchtert. Die 20-Jährige, die als Junge geboren wurde und noch nicht lange eine Frau ist, fühlt sich unsicher mit ihrer Weiblichkeit.

Sie sei mit sich selbst noch nicht so im Reinen, habe sich noch nicht so richtig akzeptiert und angenommen, sagt sie. Es kommen sogar Zweifel an ihrer Teilnahme bei der Show, Giuliana fühlt sich dem großen Format noch nicht gewachsen und möchte keiner anderen Teilnehmerin den Platz wegnehmen. Die Idee winkt ihr Teamcoach Michael Michalsky aber sofort ab: "Das ist doch Schwachsinn!"

Giuliana ist die Gewinnerin der Herzen

Also nimmt Giuliana all ihre Kraft zusammen und kämpft im Bikini gegen Unsicherheit, Übelkeit und Kälte. Ihre Konkurrentinnen feuern sie lauthals an und obwohl sie anfangs Schwierigkeiten mit der Selbstauslöse-Challenge hat, kommt am Ende doch ein tolles Foto dabei heraus. Michael stellt ganz richtig fest, Giuliana sei jetzt schon die "Gewinnerin der Herzen". Sie hätte nicht nur ihren wunderschönen weiblichen Körper toll in Szene gesetzt, sondern sich auch selbst bewiesen, dass sie sich nicht schämen muss. "Ich möchte einfach nur akzeptiert werden", erklärt sie später ihre Unsicherheit. Und gibt dann selbst das beste Argument: "Wären wir alle gleich – das wäre doch langweilig!"

Beim Fotoshooting auf dem Stand Up Paddle Board ist Giuliana dann eine der besten. Offensichtlich hat sie anfängliche Zweifel überwunden und räkelt sich nun wie ein Profi im kalten Mittelmeer vor Mallorcas Küste. Dabei bleibt sie trotzdem ganz herzlich und auf dem Boden, denn hinterher grinst sie: "Jetzt könnte ich grad einen Döner vertragen."

Erhöhter Konkurrenzkampf und grüne Äpfel

Essen und Gesundheit sind auch in dieser 12. Staffel von GNTM wieder Thema. Gegen Seekrankheit sollen die Mädels grüne Äpfel essen – mit Schale. Eine Kandidatin ist laut Heidi zu faltig im Gesicht, sie soll mehr essen und aufhören zu rauchen. Auch andere Kommentare verkneift sich die Modelmama nicht: "Sie sieht in natura hübscher aus, als sie auf dem Foto rüberkommt" oder "Hast du genug Unterwäsche mitgebracht?". Dass eine Kandidatin die Fotokamera mit der Fernsehkamera verwechselt, findet Heidi besonders witzig.

Zickereien und Konkurrenzkampf kennen wir ja bei GNTM nur zu gut. Noch sind die Mädels sehr friedlich und nett miteinander, aber der berühmte Satz fällt natürlich trotzdem auch jetzt schon: "Nur eine kann Germany’s Next Topmodel werden!" Mit zwei Neuerungen wird in dieser Staffel der Konkurrenzkampf sogar noch mehr angestachelt: Die Kandidatinnen müssen nicht nur beim Entscheidungswalk am Ende einer Folge zittern, sondern die ganze Zeit, weil immerzu jemand rausgeworfen werden kann.

Und: Die zwei Mädchen, die in dieser Woche gewackelt haben, treten in der kommenden direkt gegeneinander an und die schlechtere von beiden muss gehen. ProSieben und Heidis Team versuchen immer angestrengter, auch noch die nächste Staffel spannend zu machen.

Mehr zum Thema: