Geht auf Flohmärkte!

Corinna Mühlbeyer

Einen Schminkspiegel mit Goldrand, 70er-Jahre-Sonnenbrillen, ein altes Marken-Waffeleisen: All das hat fudder-Autorin Corinna Mühlbeyer auf Flohmärkten gefunden. Vier Gründe dafür, diese wundersamen Orte öfter aufzusuchen:



Gemütlich stöbern

 
Am Wochenende über den Flohmarkt schlendern, die Sonne genießen und über abstrusen Trödel schmunzeln: Das sind Augenblicke, die mich wirklich glücklich machen. Zwischen all den wundersamen Dingen auch noch einen kleinen Schatz zu finden, in den man sich verliebt, ist natürlich grandios.

Bei mir waren das bisher vor allem kitschige Omi-Sachen. Mein letztes Fundstück: ein Schminkspiegel aus weißem Porzellan mit Röschen und Goldrand - davon werde ich mich auch im vor mir liegenden Erasmus-Semster nicht trennen können. Es sind nämlich vor allem meine Trödelsachen, die mich wirklich an jeden Ort begleiten. Weil Flohmarkt-Sachen eben nostalgisch und besonders bleiben werden, und ich mich immer wieder darüber freuen kann.  

Einzelstücke entdecken

 
Für mich sind meine Fundstücke auf dem Flohmarkt immer Einzelstücke. Das erklärt sich wiederum aber auch durch meinen Hang zu Goldränder - die sind einfach keine supermodernen Ikea-Sachen. Genauso wenig kaufe ich auf dem Flohmarkt aber neueste Mode, teure Labels oder H&M-Shirts. Viel lieber mag ich besondere Einzelstücke zum Schnäppchenpreis. Davon zeugen meine liebgewonnenen 70er-Jahre-Sonnenbrillen, glänzende Männertanzschuhe, Omas Lederhandtasche undundund. Alle Funde aufzuzählen, geht inzwischen beim besten Willen nicht mehr.  

Qualität zum kleinen Preis

Wie schon erwähnt gibt es auf Flohmärkten billigen Ramsch, aber eben auch richtig tolle Qualität. Nur eben schon mal gebraucht und viel günstiger. Echte Ledertäschchen, hochwertiger Schmuck und natürlich Jacken, Mäntel, Hosen, die durch hohe Qualität unkaputtbar sind und immer etwas hermachen werden. Wer also mit einem klaren Ziel vor Augen auf den Flohmarkt geht, endlich einmal eine hochwertige Armbanduhr zu kaufen, wird in den seltensten Fällen enttäuscht werden.

Genauso Marken-Sonnenbrillen oder etwa teurere Einrichtungsgegenstände. Da fällt mir auch gleich mein gutes, altes Marken-Waffeleisen ein, dass ich auf dem Flohmarkt ergattert habe. Oder das urige Radio zum Mitnehmen an den Badesee.  

Ökonomischer kaufen

Seit einiger Zeit hat sich zu meiner Leidenschaft für Flohmärkte aber auch ein Gedanken eingeschlichen, die ganzen Billig-Produktionen in China nicht mehr unterstützen zu wollen. Oder viel mehr darauf zu achten, wo kommen meine Kleider eigentlich her? Bestimmte Dinge kaufe ich nicht auf Flohmärkten. Es ist einfach schon in einem Laden ein Glücksfall, sollte ich mal eine Jeans finden, die mir wirklich passt und dann auch noch gefällt.

Dafür möchte ich zukünftig auf kleine Labels zurückgreifen, die ihre Kleider in Europa zu besseren Bedingungen produzieren. Oder eben Bio-Klamotten. Die sind sicherlich teurer, sogar um einiges. Aber überwiegend auch wieder richtig tolle Einzelstücke, die es gerade im Schlussverkauf zu humanen Preisen zu kaufen gibt.

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[Bild: © PicciaNeri - Fotolia.com]