Gedenkfeier zur Reichspogromnacht

Tobias Schächtele

Als Nationalsozialisten in einer Novembernacht vor 70 Jahren überall in Deutschland jüdische Gotteshäuser in Brand setzten, zerstörten sie auch die Freiburger Synagoge. Zusammen mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit erinnert die Stadt Freiburg am Sonntag an dieses schreckliche Ereignis. Im Theater gibt es danach ein Benefizkonzert für die jüdische Gemeinde.



Die Gedenkfeier findet statt am Sonntag, den 9. November, um 17.30 Uhr am Mahnmal für die zerstörte Synagoge (Platz der Alten Synagoge). Es sprechen unter anderem Oberbürgermeister Dieter Salomon und Max Heinke von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Den religiösen Teil der Feierstunde gestalten Landesrabbiner Benjamin Soussan und Kantor Joseph Hayoun.


Um 20 Uhr lädt die Stadt zu einem Benefizkonzert des Philharmonischen Orchesters Freiburg ins Theater, unter der Leitung von Generalmusikdirektor Fabrice Bollon.

Neben den Kindertotenliedern von Gustav Mahler und Chopins erstem Klavierkonzert (Solistin: Elza Kolodin) erklingt dabei mit Arthur Honeggers dritter Sinfonie ein Werk, das den Opfern des Zweiten Weltkrieges gewidmet ist.

Kostenlose Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Besucherinnen und Besucher werden um Spenden gebeten, die der Sonntagsschule Omanut der Freiburger Jüdischen Gemeinde zugutekommen.