Schrotträder

Garten- und Tiefbauamt kündigt Herbstputz von Radparkplätzen an

Simone Höhl

Eine Aktion gegen Schrotträder und Dauerparker: Sechs Parkanlagen werden vom Garten- und Tiefbauamt gereinigt und repariert. Besitzer müssen vorher ihre Räder abholen, sonst wird’s teuer.

Einen Herbstputz bei den Radparkplätzen kündigt das Garten- und Tiefbauamt an – und damit den Start seines neuen Konzepts für mehr Radabstellplätze in der Stadt. Das Amt lässt die ersten sechs Abstellanlagen reinigen und reparieren. Vorher müssen alle Räder weg. Nebeneffekt der Aktion: Die Schrotträder werden aussortiert. Abgeräumt wird auch die große Anlage im Bereich der Tramgleise vor der Unibibliothek. In der Nähe gibt es Ersatz, aber nicht gleich für alle.


Startschuss Ende Oktober

Ab Ende Oktober wird die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg sechs Fahrrad-Abstellplätze zwischen Innenstadt und Littenweiler reinigen (siehe Info). Bei Bedarf wird sie das Garten- und Tiefbauamt dann reparieren lassen. Doch bevor es losgehen kann, müssen die Besitzerinnen und Besitzer ihre Räder wegstellen. Auf die Fristen sollen Schilder an den Stellplätzen hinweisen.

Alle Fahrräder, die am Tag der Räumung noch da stehen, wird die ASF kostenpflichtig entfernen und am Mundenhof einlagern. Sie können nach Anmeldung dort abgeholt werden, erklärte Rathaussprecherin Martina Schickle. Gleichzeitig zur Räumung werden Schilder mit Hinweisen und den Telefonnummern aufgestellt. Die Kosten werden bis dahin noch festgelegt, werden aber voraussichtlich um die 50 Euro betragen.

Freiburg braucht mehr Parkplätze

Freiburgs Radler brauchen dringend mehr Parkplätze. Die Abräumaktion ist Teil eines Konzepts dafür. Das Tiefbauamt will vergessene Räder konsequent entfernen, damit sie die Stellplätze nicht mehr blockieren. Die Stadt darf nur Schrott entfernen oder Abstellanlagen zum Sanieren und Warten leeren lassen. Deshalb lässt es jetzt die 60 "Bike & Ride"-Anlagen und den Radparkplatz am Hauptbahnhof regelmäßig räumen, reinigen und reparieren – bis zu zehn Anlagen soll die ASF zweimal im Jahr schaffen.

Zudem wollen Rathaus und Universität 1500 neue Abstellplätze einrichten. Eigentlich war das noch dieses Jahr geplant, doch das Garten- und Tiefbauamt erhielt nur ein überteuertes Angebot, die Uni schreibt erst aus. Das Tiefbauamt will schnell Ersatz für die Bügel vor der UB schaffen, die Arbeiten für die neue Straßenbahnlinie weichen müssen. Vor der Räumung werden in der Milchstraße und gegenüber der UB neue Radbügel eingebaut. Im Winter sollen weitere in der Innenstadt folgen.
Die Abstellplätze

Die Abräumaktion beginnt mit den Radabstellplätzen an folgenden Haltestellen: An der Laßbergstraße am 29. Oktober, an der Schwabentorbrücke am 30. Oktober, das Provisorium im Rotteckring vor der Unibibliothek folgt am 5. November, der Radparkplatz an der Haltestelle Musikhochschule am 12. November, an der Haltestelle Maria-Hilf-Kirche am 14. November und am Holzmarkt am 19. November.