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Fünf Wanderungen für den Herbst und Winter in und um Freiburg

Jennifer Kirsch

Berge sind bereits schneebedeckt, Geschäfte verkaufen Adventskalender, die Winterschuhe werden aus den WG-Kellern ausgegraben. Der Winter ist da. Kein Grund sich mit Netflix im Bett zu vergraben! fudder hat für euch die besten Herbst- und Winterwanderungen in der Region zusammengestellt.

Da wir alle schwer beschäftigte Studenten sind, haben wir uns auf anderthalb bis maximal zwei Stunden lange Strecken beschränkt, die leicht mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.


Der Edelstein am Rande Freiburgs: St. Ottilien

Level: einfach - mittel
Länge: 4 km – 1 ½ -2 Stunden
Höhenmeter: 220 m
Start: Freiburg Sandfangweg oder Schlossberg
Einkehrmöglichkeit: Waldrestaurant St. Ottilien

Diese Wanderung führt durch die Wälder des Stadtteils Waldsee im Osten Freiburgs. Der Startpunkt ist entweder an der Haltestelle "Sandfangweg" beim Hochschulsportstadion oder aber am Schlossberg, für alle die ein bisschen mehr Zeit für die Wanderung haben. Ziel der Wanderung ist das "Waldrestaurant St. Ottilien", das mit herrlich leckeren Speisen, Brunch, Kuchen, sowie Heißgetränken lockt. Wer ankommt, hat sich das sicherlich verdient, da ein paar Höhenmeter zu bewältigen sind. Insgesamt ist die Strecke aber toll für Tage, an denen man nicht allzu viel Zeit hat, da sie relativ nah am Stadtzentrum liegt. Es gibt zahlreiche Wege zum Waldrestaurant. Die Wanderung kann auch als kleiner Rundweg, anstatt nur hin und zurück, geplant werden. Tipp: Wer vom Schlossberg los geht, hat die meisten Höhenmeter schon bewältigt und kann ganz entspannt zum Restaurant laufen.

Skulpturenpfad Waldmenschen von Thomas Rees

Level: einfach
Länge: 5 km – 1 ½ – 2 Stunden
Höhenmeter: 120 m
Start: Paula-Modersohn-Platz, Vauban oder Straßenbahnhaltestelle Wonnhalde (Linie 2)
Besonderheit: Waldhaus und Skulpturenpfad

Eine ganz andere Wanderung bietet der Skulpturenpfad von Thomas Rees hinter dem Freiburger Stadtteil Merzhausen. Um dort hin zu gelangen, könnt ihr mit der Bahn bis zum Paula-Modersohn-Platz in Vauban fahren. Von dort geht es weiter in Richtung Merzhausen, am Kreisverkehr links und dann langsam den Berg hoch über den "Fußweg Alte Straße/ Hexentalstraße". Falls ihr ein Fahrrad habt, könnt ihr entweder direkt zum "Waldparkplatz" in Merzhausen oder dem Ende der Straße "Im Laimacker" fahren. Von dort aus führt ein schöner Pfad durch den Wald bis hin zum Waldhaus und Skulpturenpfad. Wer schneller am Waldhaus sein will, kann seine Wanderung in der Günterstalstraße und an der Straßenbahnhaltestelle "Wonnhalde" starten. Von dort der Wonnhaldestraße folgen bis man beim Waldhaus angelangt.

Thomas Rees schnitzt Gesichter und Figuren aus Bäumen, mal schaurig gruselig oder auch ganz historisch, wie zum Beispiel sein Exemplar des vierten Reiters über die Beulenpest im Mittelalter. Für alle, die noch mehr Natur erkunden wollen, gibt es das Waldhaus, in dem es wechselnde Ausstellungen, Exkursionen und Projekte gibt.

Ruine Schneeburg, Ebringen

Level: einfach - mittel
Länge: 3,2 km – 1 ½ Stunden
Höhenmeter: 250 m
Start: Haltestelle "Innsbrucker Straße" in Vauban
Einkehrmöglichkeiten: Schönberger Hof
Besonderheiten: Weinlehrpfad

Auf dem Schönberg gelegen mit tollen Ausblicken über Ebringen und Teile Freiburgs liegt die Ruine Schneeburg. Erreichen könnt ihr diese, indem ihr von der Vauban Endhaltestelle "Innsbrucker Straße" bergauf lauft. Zahlreiche Schilder beschreiben dann den Weg zur Ruine, beziehungsweise zu dem Gasthaus "Schönberger Hof", das direkt nebenan ist. Das Gasthaus, Teil eines kleinen Bauernhofs, bietet regionales, herzhaftes Essen, Trinken und einige Nachtische. Besonders zu empfehlen ist der hausgemachte Apfelkuchen. Auf dem Weg könnt ihr diverse Tiere sehen, wie verschiedene Vogel und Reiherarten, Kühe, Hasen, Mäuse und alles, was die abgelegenen Wald und Ackerlandflächen noch so bieten. Für alle Wein-Liebhaber gibt es einen Weinlehrpfad direkt am Fuß des Schönbergs bevor man mit dem Anstieg beginnt.

Titisee Rundweg

Level: einfach
Länge: 6,7 km – 1 ½ Stunden
Höhenmeter: <100 m
Start: Titisee-Neustadt Bahnhof
Aktivitäten: Tretbootfahren, Bootstour, Restaurants und Einkaufsläden

Nur knapp eine Stunde mit dem Zug von Freiburg entfernt ist der Titisee. Um den besten Blick auf alle Seiten dieses 1,3 Quadratkilometer großen Sees zu bekommen, gibt es einen herrlich einfachen und schönen Rundwanderweg. Freizeitmäßig hat die Gegend um den See auch einiges zu bieten. Im Sommer lockt der Titisee mit einem Schwimmbad direkt am Wasser, im Winter hingegen könnt ihr oftmals auf dem gefrorenen See spazieren gehen. Wie oft läuft man schon über einen gefrorenen See? Außerdem gibt es Tretboote zum Verleih und für alle, die nicht allein treten wollen, Bootstouren. Für das leibliche und seelische Wohl ist auch gesorgt. Titisee strahlt mit einigen Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten für Souvenirs und Imbissbuden. Da kann aus der Wanderung auch gleich ein Tagesausflug werden.

Kastelbergruine, Waldkirch

Level: einfach – mittel
Länge: 2,7 km – 1 – 1 ½ Stunden
Höhenmeter: 120m
Start: Batzenhäusle Bahnhof, Waldkirch
Einkehrmöglichkeiten: Straußwirtschaft, Batzenhäusle

Etwas mehr als 30 Minuten dauert die Fahrt an den Bahnhof in Batzenhäusle in Waldkirch. Schon von dort kann man den hohen Berg der Kastelbergruine sehen. Ein uriger Weg durch den Wald und vorbei an Ritterstatuen führt zur noch relativ gut erhaltenen Ruine. Am Ziel angekommen informieren einige Tafeln über die Entstehungsgeschichte. Das besondere an dieser Ruine: über viele Treppen kommt man auf den Turm und hat einen fantastischen Ausblick über Wälder, Waldkirch und die Elz. Nach der Wanderung kann in der "Straußwirtschaft" in Batzenhäusle eingekehrt werden, eine traditionelle Stube mit hervorragenden Flammkuchen und anderen lokalen Speisen.

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