Freiburg

Fünf Jugendliche sitzen nach Angriff auf Rettungskräfte in Haft

BZ-Redaktion

Im Januar wurden Rettungskräfte im Stühlinger von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen, als sie gerade einen Betrunkenen versorgten. Inzwischen sitzt die Schlägertruppe in Haft, wie die Polizei jetzt mitteilte.

Vier der fünf Jugendlichen, die am 12. Januar 2018 wohl die Besatzung eines Rettungswagens im Stühlinger angriffen, sitzen seit Freitag, 27. April, in Haft. Dies teilte die Polizei heute mit. Der Fünfte sitze bereits wegen eines anderen Deliktes in Untersuchungshaft.


Die Gruppe verletzte wohl noch weitere Personen und erpresste einen Mitschüler

Im Januar hatte eine achtköpfige Gruppe Jugendlicher an der Eschholzstraße auf Höhe der Ferdinand-Weiß-Straße Rettungskräfte angegriffen, die gerade dabei waren, einen Betrunkenen zu versorgen. Die Retter befänden sich in "ihrem Revier" und sie hätten darin nichts verloren. Polizeisprecher Thomas Spisla spricht hier von dem "Gehabe einer Jugendgang". Die bunt zusammengewürfelte Jugendgang verschiedener Nationalitäten verfüge jedoch über keine Machtansprüche im Stühlinger.

Die Attacken auf die Sanitäter wurden im Verlauf immer aggressiver, sodass sich diese in ihren Rettungswagen zurückziehen und die Polizei rufen musste.

Als diese eintraf, flüchteten die Jugendliche. Bloß einer der Jugendlichen, nach Angaben der Polizei der Hauptaggressor, konnte festgehalten werden. Die anderen Jugendlichen kamen daraufhin zurück und wollten seine Freilassung erzwingen. Erst, als weitere Beamte eintrafen, beruhigte sich die Situation.

Im Anschluss ermittelten Beamte der Sicherheitspartnerschaft gegen die Gruppe. Rasch habe sich herausgestellt, dass die Gruppe mehrere Menschen in der Innenstadt und im Stühlinger angegriffen habe – es waren Zufallsopfer, so die Polizei. Mehrere Fälle von Körperverletzung und mindestens ein Raubüberfall seien bekannt.

Fünf der Jugendlichen erpressten laut Polizei außerdem im Februar und März dieses Jahres einen Mitschüler. Durch "massive Einschüchterungen und Gewaltandrohung" wurden dem Opfer so insgesamt über 1000 Euro und sein teures Handy abgenommen, so die Polizei.