Liebe

Fünf ganz subjektive Tipps, wie Deine Fernbeziehung überlebt

Fabian Thomas

Du bereitest Dich gerade auf Dein Auslandssemester vor? Dein Freund macht Erasmus oder Deine Freundin ist in eine andere Stadt gezogen? Keine Bange: fudder hat 5 Tipps für Fernbeziehungen gesammelt.

Frühling ist die Zeit der Liebe. Der Platz der Alten Synagoge scheint nur noch aus frisch Verliebten zu bestehen. Für Paare ist es die beste Zeit des Jahres. Für alle Paare? Nein! Für einen kleinen Teil bedeutet die neue Jahreszeit auch einen Jobwechsel in eine neue Stadt oder ein Auslandsstudium.


Aus "Ich komme mal schnell vorbei" wird "Wir sehen uns am Wochenende" oder – noch schlimmer – "Wir sehen uns in vier Monaten". Wie überlebt man die Fernbeziehung? Fünf ganz subjektive Tipps von einem, der es seit fünf Monaten ausprobiert.

1. Bleibt euch treu



Treue – das klingt für einige in Zeiten von Tinder und offener Beziehung wie ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert. Doch was bedeutet es für die Beziehung, wenn man sie öffnet? Ich war in der zehnten Klasse in Argentinien und nach dem Abi ein Jahr in Indien. Fast alle meine Freunde dort, die ihre Beziehung für ihre Zeit im Ausland geöffnet haben, waren nach etwa einem halben Jahr wieder Single.

Kann man nicht einfach ein bisschen bedeutungslosen Spaß haben? Vielleicht. Aber Gefühle entstehen schnell, und sie machen fast immer alles kompliziert. Viele Menschen trifft es zutiefst, wenn sie den Eindruck haben, der Partner liebt sie weniger als früher. Verbindlichkeit ist vielen einfach sehr wichtig, das hat sich auch in Zeiten der Selbstverwirklichung nicht geändert.

2. Telefoniert regelmäßig, oder noch besser: Skypen



Es ist hilfreich, schon vor Beginn der Fernbeziehung zu besprechen, wie oft man telefonieren will. Überlässt man das dem Zufall, kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Bin ich ihr nicht mehr so wichtig? Oder braucht sie einfach nicht so viel Kontakt? Redet vorher drüber und findet, wenn nötig, Kompromisse. Weil es schon was ausmacht, ob man sich sieht oder nicht, ist skypen meist besser als telefonieren.

3. Besucht euch



Na klar besucht man sich, vor allem, wenn man nicht so weit weg wohnt. Aber auch wenn es Deutschland – Südkorea oder Luxembourg – Kanada ist: Besucht euch! Auch wenn es teuer ist, ist es besser, sich einmal in einem Jahr zu sehen als keinmal. Ihr lernt den neuen Alltag des Partners kennen und wisst auf einmal, wovon er am Telefon spricht. Ihr kennt den Park, wo er jetzt joggen geht und die neuen japanischen Freunde, die so gut Ramen kochen.

4. Seid ehrlich, auch wenn es wehtut



Was für alle Beziehungen gilt, gilt für Fernbeziehungen umso mehr. Seid ehrlich, auch wenn es wehtut. Natürlich wird es schwer werden; es kann gut sein, dass man sich weniger nah als früher fühlt. Man ist sich nicht mehr so sicher, dass der andere einen liebt und fühlt sich alleine. Darüber zu reden ist schwer – aber umso wichtiger. Redet man nicht darüber, entfernt man sich nur noch weiter.

5. Fernbeziehungen sind einfach scheiße…



…aber es kann helfen, sich das das klar zu machen: Fernbeziehungen sind schwer, und es ist verdammt frustrierend, den anderen seltener zu sehen und zu berühren. Berührung ist ein Grundbedürfnis (Schon mal gefragt, warum es Kuschelpartys gibt?) und Beziehungen sind wahrscheinlich nicht für die Distanz gemacht. Aber wenn ihr euch liebt, dann schafft ihr das, dann könnt ihr daran wachsen, und wer weiß, vielleicht lebt ihr schon früher wieder in der gleichen Stadt, als ihr das gedacht hättet.



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