fudders stressfreier Adventskalender: 24 kleine Taten mit großer Wirkung

Claudia Förster & Jennifer Reyes

An Weihnachten wird oft vergessen, worauf man sich eigentlich konzentrieren sollte: An andere zu denken. Fudder hat 24 Tipps zusammengestellt, mit denen ihr in der Vorweihnachtszeit ganz nebenbei etwas Gutes tun könnt - garantiert stressfrei!

Die Weihnachtszeit ist für viele nur blanker Horror. In der eigentlich besinnlichsten Zeit des Jahres soll man plötzlich Wichtel spielen und für Familie, Nachbarn, Kollegen - und vielleicht sogar die Katze - Geschenke besorgen. Mit Leuchtreklamen und Online-Spam drängen Kaufhausketten zu noch mehr sinnlosem Konsum. fudder hat den Spieß umgedreht und 24 Vorschläge für kleine Taten, die Großes bewirken können.


1. Blutspenden gehen

Na, wann warst du das letzte Mal Blutspenden? Vielleicht noch nie? Keine Angst. Siehe es als kleinen Gesundheitscheck deinerseits, mit dem du etwas Gutes tust und sogar Leben retten kannst. Schnell den Personalausweis und Impfpass rausgekramt und in einer Stunde ist das Ganze auch schon erledigt. Als Aufwandsentschädigung gibt es 25 Euro Cash auf die Hand und obendrauf noch einen Gutschein für einen Glühwein auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt. Da ist der kleine Piks bestimmt ganz schnell wieder vergessen und die Freude umso größer, wenn eine Email in dein Postfach flattert, dass deine Blutspende zum Einsatz kam und jemandem geholfen hat.
2.Ticket weitergeben

Pläne ändern sich manchmal schneller als gedacht - und wohin dann mit dem noch gültigen Bahnticket? Wegwerfen wäre zu schade. Lieber jemandem eine kleine Freude machen und das Ticket direkt weiter verschenken - oder, falls du niemanden erspähst, einfach in die Ausgabeschale eines Ticketautomaten legen. Der nächste Fahrgast wird sich darüber freuen.

3.Bitte lächeln!

Es reicht, dass das Winterwetter trüb und launisch ist. Wir machen da nicht mit! Lächeln ist die Lösung. Ein Lächeln holt dich aus stumpfsinnigen Gedanken und lässt dich wissen: Du bist nicht allein! Verschenke einen Tag lang an jeden, der dir begegnet, dein schönstes Lächeln. Kostet dich nichts, dafür kommt gewiss auch was zurück.

4. Straßenzeitung kaufen

Die Verkäufer der Freiburger Straßenzeitung FREIeBÜRGER fallen im Einkaufsgetümmel auf der KaJo meist gar nicht auf. Doch ändere mal deinen Blickwinkel und achte auf sie. Auf einmal siehst du sehr viele von ihnen. Sie freuen sich immer, wenn du ihnen eine Ausgabe abkaufst - und über einen kurzen Plausch sowieso.

5. Hier wird ein Platz frei…

Die Universitätsbibliothek wird jeden Tag voller, denn die Prüfungsphase rückt bedenklich schnell näher. Da erreicht das Gedränge unten bei den Schließfächern und das nervige Besetzen der Arbeitsplätze bald schon wieder seinen Höhepunkt. Gerade dann freut sich ein/e Platzsuchende/r über das Angebot, für eine Stunde deinen Platz zu nutzen, während du in der Mensa schmaust und dir ein Käffchen gönnst. Win-Win!

6. Frühstück für Zwei

Wenn du dir morgens auf dem Weg zur Uni oder zur Arbeit deinen Kaffee und eine Butterbrezel bei deinem Lieblingsbäcker holst, bestelle doch einfach mal die doppelte Portion. Denn vor dem Laden auf dem Boden sitzt vielleicht eine Person in der Kälte und bettelt um Kleingeld. So freust nicht nur du dich über ein kleines Frühstück. Eine kleine Tat mit großer Wirkung.

7. Türen auf

Morgens aus dem Haus hetzen und es noch gerade so in die Bahn oder den Bus schaffen – für manche ein morgendliches Ritual, ob rennend oder zuschauend. Zugegeben, es ist ja auch ein lustiger Anblick, wie jemand am Morgen mit fliegenden Taschen am Körper, ins Gesicht gerutschter Mütze und riesiger Atemwolke mit einem Sprint zu den Öffentlichen sportliche Höchstleistungen vollbringt. Diese Leistung sollte aber nicht unbelohnt bleiben, oder? Deshalb: Augen auf und Türen aufhalten. Anspornende Zurufe für die letzten Meter kommen bestimmt auch gut an. Den Titel "Held des Tages" hast du dir damit auf jeden Fall verdient.

8. Ecosia statt Google

Für jeden Klick einen Baum: Die ökologische Suchmaschine Ecosia investiert mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes in Aufforstungsprojekte auf der ganzen Welt. Du musst also nur eine klitzekleine Gewohnheit ändern, um dem Klima etwas Gutes zu tun. Weiteres Plus: Ecosia liefert fast die selben Ergebnisse wie Google, schützt deine Daten aber weitaus besser.
9. Hilfe als Suppenkasper

Ehrenamtliches Engagement ist etwas Tolles, nur regelmäßig Zeit dafür finden die wenigsten. Der Zeigefinger landet auch auf der eigenen Nase? In Freiburg gibt es mehrere Anlaufstellen für Obdachlose und Bedürftige, die dort mit Essen versorgt werden. Gerade in der Advents- und kalten Winterzeit sind viele Menschen auf diese Hilfe angewiesen und freuen sich über ein warmes Essen. Dafür werden immer viele, fleißige Helferleins gebraucht. Fertig, los und ab auf die Schürzen und Suppenkellen!
  • Freiburger Essenstreff e.V., Tel. 0761/ 707 29 88
  • Pflasterstub, Caritasverband Freiburg-Stadt e.V., Tel. 0761/ 319 16 50
  • Ferdinand-Weiß-Haus, Diakonieverein Freiburg e.V., Tel. Tel. 0761/28 30 19
  • Die Insel, Begegnungscafé der Heilsarmee, Tel. 0761/ 38 54 60

10. Essen gehört nicht in den Müll

Essen wegwerfen muss nicht sein. Die Mensa in der Rempartstrasse versucht bereits, die Portionen zu verkleinern und bietet Nachschlag für die ganz Hungrigen an. Trotzdem wandert immer noch zu viel Essen in den Müll. Deshalb setzen Studenten in der Mensa, die sogenannten "Bänderer", ein Zeichen und schnappen sich die Teller von der Geschirrrückgabe, auf denen noch gutes Essen liegt. Wenn eure Augen an der Essensausgabe mal wieder zu groß waren, denkt an sie und bringt ihnen das Tablett doch an ihre Tische. Das bringt Anerkennung und Respekt für ein besonderes Statement.

11. Gassi gehen

Der Tierliebe können viele Hindernisse im Weg stehen: Wohnungen sind zu klein, der Mitbewohner hat eine Tierhaarallergie oder der Vermieter möchte keine Haustiere haben. Eigentlich kein Problem, denn im Tierheim warten viele Hunde geduldig auf ein neues Zuhause und Bello & Co. brauchen in der Zeit auch ihren Auslauf. Melde dich im Tierheim als Gassi-Geher und mache einer guten Seele auf vier Pfoten eine unglaublich große Freude damit.
Tierschutzverein Freiburg, In den Brechtern 1, Tel. 0761/ 76 184 444, kontakt@tierschutzverein-freiburg.de

12. Immer mit Tempo

Bazillen und Viren schlagen ohne Gnade ihre Angriffe gegen geschwächte Immunsysteme - kein Wunder, dass überall in der Stadt geniest, gerotzt und geschnupft wird. Da lohnt es sich, in jedem Fach einer Tasche, eines Rucksackes oder jeder Jacke ein Päckchen Taschentücher zu deponieren. Gerade wenn der Sitznachbar in der Straßenbahn von Niesanfällen geplagt verzweifelt in seiner Handtasche herumwühlt. Mit einem Griff sind die Taschentücher gezückt und erste Hilfe geleistet.

13. Deine Freunde mit einer Kleinigkeit überraschen

Mensch, diesen Spruch fände die beste Freundin extrem witzig! Nicht selten trifft man in der Stadt ganz nebenbei auf Postkarten und ähnliche Kleinigkeiten, die wie gemacht für eine bestimmte Person scheinen. Warum diesen Geistesblitz nicht mal nutzen und die Freundin beim nächsten Treffen mit der Postkarte überraschen? So zeigt ihr euren Liebsten, dass ihr auch im Alltag an sie denkt.

14. Den Freiburg-Cup benutzen

Mittlerweile kennt sie wohl jeder, die sogenannten Freiburg-Cups: Pfandbecher für Kaffee zum Mitnehmen. Mehr als 100 Cafés und Bäckereien in Freiburg bieten anstatt rohstoffintensiver Einmal-Pappbecher den Freiburg-Cup an, der 2016 von der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg entwickelt wurde. Für alle, die ihren Koffeinschub immer noch aus Plastik und Pappe beziehen, wird es höchste Zeit zu wechseln!
15. Deinen Regenschirm teilen

Wie wäre es damit, jemanden an einem regnerischen Wintertag vor eisigen Bindfäden und triefenden Klamotten zu retten? Klingt gut? Dann teilt euren Regenschirm doch einfach mal mit einer wildfremden Person, zum Beispiel an der Bahnhaltestelle. Kostet zwar etwas Überwindung, führt aber zweifelsohne zu spannenden Begegnungen.

16. Unverpackt einkaufen

Ihr habt die Nase voll davon, nach dem Discounter-Einkauf einen ganzen gelben Sack mit den Gemüseverpackungen zu füllen? Dann geht doch zur Ausnahme mal plastikfrei einkaufen, zum Beispiel in einem Unverpackt-Laden oder auf einem Wochenmarkt. Das schont die Umwelt und is(s)t gesünder!
Unverpackt-Laden Glaskiste, Moltkestraße 15, glaskiste.com/supermarkt

Übersicht über die Wochenmärkte in Freiburg www.freiburg.de/pb/,Lde/232237.html

17. Einen Tramper mitnehmen

Die meisten kennen Trampen nur vom Reisen, wenn man in fremden Ländern zu Einheimischen in alte Klapperkisten steigt und auf der Autofahrt die spannendsten Dinge erlebt. Dieses Abenteuergefühl lässt sich auch nach Freiburg holen, nur andersrum: Auf der Heimfahrt an Weihnachten an den typischen Spots vorbeischauen, nach ausgestreckten Daumen und Pappschildern Ausschau halten und einen Tramper mitnehmen. Oder – für Planungsfreaks – die Mitfahrgelegenheit im Internet hochladen.

18.Eine Online-Bewertung schreiben

Heutzutage leben Hotels, Ärzte und Restaurants von Online-Bewertungen - nur leider scheinen hobbylose Choleriker oft die einzigen zu sein, die sie verfassen. Also nehmt euch zehn Minuten Zeit und schreibt eurem Arzt eine realistische Online-Evaluation, damit seine gute Arbeit wertgeschätzt wird. Oder, noch besser: Den Studiengang auf Vergleichsportalen bewerten, damit die nächsten Erstis wissen, woran sie sind.

19. Kostenlose Sammelkärtchen weiterschenken

Viele Supermärkte haben temporäre Sammelaktionen, bei denen man pro Einkauf einige Packungen Sammelkärtchen erhält. Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, wie ihr als Kind fiebrig auf einen bestimmten Fußballer oder den seltensten Tiersticker gewartet hat und am liebsten jeden Tag einkaufen gegangen wärt. Jetzt könnt ihr den heutigen Kids eine Freude machen: Schenkt ihnen beim nächsten Einkauf eure Sammelbildchen!

20. Ein altes Buch zu einer Telefonzellen-Bibliothek bringen

Sie sind ein Kuriosum, das überall in deutschen Städten aus dem Boden sprießt: Antike Telefonzellen oder mit Graffiti besprühte Kühlschränke voller Bücher. Als öffentliche Bücherschränke funktionieren sie nach dem Tauschprinzip, für jedes mitgebrachte Buch darf man ein neues entnehmen. Also plündert euer verstaubtes Bücherregal und tauscht, denn vielleicht wird der alte Schinken aus der Telefonzelle ja zum neuen Lieblingsbuch.
21. Bei einem nachhaltigen Klamotten-Label kaufen

Nachhaltigkeit und Ökologie wird in Freiburg bekanntlich großgeschrieben, doch den günstigen Angeboten von H&M und Co. kann kaum jemand widerstehen. Style gibt es aber auch in fair: Probiert doch beim nächsten Anflug von Shoppinglaune ein faires und ökologisches Modelabel aus. In Freiburg zum Glück nicht schwer zu finden!
22. Nach dem One-for-One-Prinzip kaufen

Einige Marken zeichnen sich nicht nur durch hochwertige Qualität, sondern auch durch deren sozialen Beitrag aus. Wenn du ein Produkt kaufst, spendet das Unternehmen Geld oder Produkte an Bedürftige. Verbreitet ist auch das Prinzip one for one: Wenn du zum Beispiel ein Paar TOMS-Schuhe kaufst, wird ein weiteres gespendet – 50 Millionen Paar Schuhe wurden so schon an Bedürftige verteilt. Und für jede Menstruationstasse von Ruby Cup erhält ein Mädchen in einem Entwicklungsland ebenfalls ein Exemplar.

Menstruationstasse Ruby Cup, rubycup.com/de/menstruationstasse

TOMS Schuhe, www.shoptoms.de

23. Den süßen Freiburger Einzelhandel unterstützen

Nervtötendes Weihnachtsgedudel, miesepetrige Menschen und charmelose Massenware, wie man sie in Ablegern riesiger Kaufhausketten zuhauf findet, kann wohl niemand leiden. Die vielen kleinen Läden, die sich in Freiburgs Gässle verstecken, sind hingegen höchst individuell – und besonders auf der Geschenksuche einen Abstecher wert. Über ein handgemachtes oder extravagantes Geschenk aus der Papeterie, dem Antiquitätenladen oder der alten Stoffwarenhandlung freuen sich die Liebsten besonders.
Papeterie Cartola, Gerberau 11, www.cartola-papeterie.de

Wolle Rödel, Merianstraße 9, www.wolle-roedel.com/wollgeschaeft-freiburg

Designerstoffladen Etoffe & Tessuti, Adelhauser Straße 29-31, etoffe-tessuti.jimdo.com

Schallplattenladen Record Store, Gerberau 2, www.recordstore-freiburg.de

24. Süße Weihnachtsgrüße

Heilig Abend steht vor der Tür. Schnell noch die letzten Besorgungen erledigen, damit für das Weihnachtsessen nichts fehlt. Wenn die Bäuche abends dann vollgeschlagen sind und alle ächzen und von der ganzen Völlerei stöhnen, muss Bewegung her. Warum also den Abendspaziergang nicht nutzen, um noch ein wenig Freude zu verbreiten? Die Weihnachtsbäckerei ein letztes Mal anheizen und schnell Kekse oder Muffins backen und eintüten. Bei dem Gang durch die Stadt wird einfach jeder beschenkt, der an Weihnachten noch allein auf den Straßen sitzt.



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