fudders Papst-Ticker: Der Ratzefummel

Fabian Vögtle

In 72 Tagen ist es soweit: Der Papst kommt nach Freiburg! Ob Schüler, Student oder Lehrer: Wer vorher noch kleine Sünden wegradieren möchte, der braucht nur einen Ratzefummel.



Das Holzpferd in der Gerberau ist bekannt für seine Scherzartikel. Der absolute Verkaufsschlager in diesen Tagen ist der Ratzefummel. Im Schaufenster des Spielzeugladens wird der Radiergummi mit dem Konterfrei des Papstes mit dem Spruch „Kleine Sünden einfach wegradieren“ angepriesen.


1.50 Euro kostet das Stück, wer zehn kauft, bekommt einen gratis. Über 300 Stück habe man bisher verkauft, schätzt Verkäuferin Lisa Braun. Viele Leute kommen wieder und holen Nachschub. Der Ratzefummel spricht sich in der Stadt herum. Menschen aus der katholischen Kirche sind darunter. „Die nehmen das meistens mit Humor“, erzählt Braun. Doch nicht alle sind von diesem speziellen Papst-Produkt begeistert. Hin und wieder sind auch Leute dabei, die den Verkauf scharf kritisieren. Eine ältere Frau sprach von Respektlosigkeit und fühlte sich als Christin angegriffen.

Doch die Mehrheit schmunzelt über den Radiergummi, den das Holzpferd in einem Katalog bestellt hat und nach eigener Aussage als einziger Laden in Freiburg verkauft. So betreten zwei Schweizer Touristinnen das Holzpferd. Sie steuern auf die Ratzefummel zu und machen eine Großbestellung: „Ich finde die wirklich süß“, freut sich eine der beiden über ihre Entdeckung im Schaufenster am Vorabend. Mehr lässt sie sich dann aber nicht entlocken.