fudders App-Check: Private Parkplätze mieten und vermieten mit Ampido

Fabian Fechner

Parkplätze sind in vielen Großstädten nicht nur selten, sondern auch teuer - für die Fahrradstadt Freiburg gilt das allemal. Gleichzeitig stehen Hauseinfahrten und private Stellplätze oft leer, insbesondere tagsüber. Die App Ampido will ein digitaler Marktplatz für private Parkplätze sein und Parkplatzbesitzer und Parkplatzsuchende zueinander bringen.



"Parken macht Spaß" lautet der Werbeslogan von Ampido - ein ganz schön kerniger Spruch, ist Parken in den allermeisten Städten Deutschlands meist ein eher spaßfreies Unterfangen.


Um die App zu nutzen ist zunächst eine Registrierung mit eMail-Adresse und Passwort notwendig. Weitere Eingaben, wie eine Handynummer zur Kontaktaufnahme oder das Autokennzeichen zur Kontrolle auf dem Parkplatz, sind optional.

Die Parkplatzsuche ist sehr einfach. Nutzerinnen und Nutzer geben den gesuchten Ort ein oder erlauben der App die Feststellung des Orts per GPS, dann noch schnell die gewünschte Parkdauer und die Größe des Fahrzeugs (klein, normal, groß) eingegeben, und im nächsten Moment erscheinen die über Ampido buchbaren Parkplätze übersichtlich auf einer Umgebungskarte oder als Liste.

Mit einem Tap auf das Angebot werden Details wie Adresse und die Preis des Parkplatz pro Stunde angezeigt. Dann nur noch auf "Buchen" getippt, und der Parkplatz kann direkt in der App für die gewünschte Dauer per Kreditkarte oder Paypal bezahlt werden. Abschließend navigiert die App den Nutzer noch zum gebuchten Stellplatz.



Verlängert sich der Shopping-Trip in die Innenstadt spontan, erspart man sich das nervige Zurücklaufen zum Auto um die Parkuhr zu füttern, sondern kann in der App einfach eine Verlängerung buchen - vorausgesetzt, der Parkplatz ist nicht zuvor von einem anderen Nutzer reserviert worden.

Ampido funktioniert natürlich auch umgekehrt. Nutzt man seinen eigenen privaten Parkplatz regelmäßig zu bestimmten Zeiten nicht, kann man dieses Zeitfenster nach der Registrierung angeben, und der Stellplatz wird im Angebot von Ampido angezeigt. Es muss sich allerdings um einen frei zugänglichen Platz handeln, der dem Vermieter exklusiv vorbehalten ist; Einen freien Platz auf einer Straße kann man folglich nicht vermieten.

Der Vermieter legt den Mietpreis selbst fest; 70 Prozent davon gehen an ihn, die restlichen 30 Prozent gehen als Provision an Ampido. Vermieter werden von Ampido verifiziert, um sicherzustellen, dass der Parkplatz auch wie angegeben existiert.

Noch ist das Parkplatzangebot in Südbaden auf Ampido sehr gering; in Köln, der Heimatstadt der App-Entwickler, ist das Angebot bereits deutlich größer. Man muss dem Service somit vermutlich etwas Zeit geben, um sich in der Region auszubreiten. Dadurch dürften auch die Preise fallen. Bis jetzt werden in Freiburg Stellplätze für rund zwei Euro in der Stunde angeboten - das ist nicht preiswerter als in einem zentral gelegenen Parkhaus.

Die Ampido-App ist für iOS und Android kostenlos; das gesamte Angebot funktioniert auch ganz normal im Browser.

Mehr dazu:

[Bild 1: © Cowö - Fotolia.com]