fudder-Umfrage: Wie erlebst du den VAG-Streik?

Carolin Born & Lisa Gabriel

Busse und Straßenbahnen der Freiburger Verkehrs AG (VAG) sind lahm gelegt. Wer kein Fahrrad, Auto oder Geld fürs Taxi hat, muss laufen. Wie reagieren die Freiburger auf diese Einschränkung? Laufen sie laut fluchend durch die Stadt oder bleiben sie gelassen? Wir haben nachgefragt:

Angelique, 18:

Ich mache gerade Praktikum in Müllheim bei der Jugendhilfe. Eigentlich wollte ich zur Uni-Bibliothek fahren, um für einen Bericht zu arbeiten. Aber ich kann da ja unmöglich hinlaufen. Deshalb bin ich dahin gelaufen, wohin es vom Bahnhof aus nicht so lange dauert. Ich habe in einem Cafe am Laptop gearbeitet und bin zum Ausdrucken in einen Copyshop gegangen. Ich habe eigentlich gedacht, heute wäre kein Streik mehr.

Annabel, 15:


Ich wurde gestern und heute mit dem Auto hergefahren, weil ich nicht mit der Bahn fahren kann. Normal fahre ich vom Betzenhauser Torplatz mit der Bahn in die Stadt. Ich finde den Streik scheiße, weil ich immer gefahren werden oder mit dem Rad fahren muss.



Klaus, 23, und Mario, 20 (ohne Bild):


Uns betrifft der Streik gar nicht. Ich wohne in Wasenweiler und bin mit der Breisgau-S-Bahn gefahren - die streikt ja nicht. Zu unserem Ziel können wir hinlaufen. Über den Streik brauchten wir uns gar keine Gedanken zu machen.

Rebecca, 30:

Ich muss gerade schwer bepackt vom Bahnhof in die Stadt laufen. Und dann noch zehn Minuten. Ich wohne zwar zentral, habe aber trotzdem gemerkt, wie oft ich die Straßenbahn bräuchte. Gestern bin ich Taxi gefahren - es war sogar relativ leicht, eines zu bekommen. Die Taxifahrer haben einem zwar ein bisschen Angst gemacht und behauptet, dass es schwierig würde, aber es ging. Ich habe ein paar Mal angerufen, da war besetzt, aber dann konnte ich es schon vorher reservieren.

Bettina (links), 20, und Theresa, 19:

Wir fahren sowieso immer Fahrrad, von daher hat uns der Streik nicht gestört. Wir sind zu unserer Medizin-Prüfung heute mit dem Fahrrad gekommen, das war kein Problem. Vom Streik habe ich gar nichts mitbekommen, das hat mir meine Mutter erzählt, die in Ulm wohnt.

Sebastian, 23:

Ich wollte gerade mit dem Fahrrad einer Freundin in die Stadt fahren. Das war aber leider im Keller eingeschlossen, für den ich keinen Schlüssel habe. Dann dachte ich, ich kann die Straßenbahn nehmen, aber die kam ja nicht. Dann bin ich halt gelaufen, es hat nur 10 Minuten gedauert, und bei dem schönen Wetter habe ich das gerne getan. Ich wusste gar nichts von dem Streik, weil ich gerade erst wieder aus Bordeaux zurück gekommen bin.

Theresa, 20:

Eigentlich betrifft mich der Streik gar nicht, weil ich meistens Auto und Fahrrad fahre. Ich komme aus Neuenburg und bin heute mit dem Auto hergefahren, um einen Handyvertrag abzuschließen.  

fudder-Debatte

Und wie hast du den VAG-Streik bisher erlebt?

Du bist gefragt!

   

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