fudder-Jahresrückblick 2008: 11 Konzerte, die uns immer noch im Ohr klingen

Alexander Ochs & Carolin Buchheim

"In Freiburg geht konzerttechnisch ja mal gar nix!" Dass an diesem immer noch und immer wieder gehörten Satz so gar nichts dran ist, bewiesen fließige Veranstalter mit vielen, vielen Konzerten spannender Bands. Alex und Caro erinnern sich besonders gerne an folgende elf Gigs des Jahr 2008.



24. Januar 2008 - Geschmeido im Kamikaze

 



Von Anfang an (und davor schon) kenne und schätze ich die geschmeidigen Jungs – wie lange habe ich auf ein Konzert der vier warten müssen! Leider viel zu schwach besucht, aber für mich persönlich einfach toll. [Alex]

Die fudder-Review: Glücklich mit Geschmeido

26. Januar 2008 - Äl Jawala im E-Werk



Aus allen Poren trieft die geballte Balkanbeatekstase, ansteckende Spielfreude, volles Haus, satte, schweißtreibende Grooves – was will man mehr? [Alex]

Die fudder-Review:
Balkanbeatekstase

27. Februar 2008 - Caribou im Café Atlantik



Von psychedelischen Projektionen beleuchtet lieferten Daniel Victor Snaith aka Caribou und sein Co-Drummer sich im Café Atlantik minutenlange, super-präzise Drum-Duelle, die der Hauptaketeur nur dann unterbrach, wenn er mal wieder von Instrument zu Instrument hetzen wollte. Ein atemberaubendes, unfassbar druckvolles Konzert, das einem trotzdem das Herz aufgehen ließ. [Caro]

Die fudder-Review: Schnellzug im Tunnel mit Vogelzwitschern

5. März 2008 - Nina Nastasia im Spitalkeller, Offenburg



Im kargen Spitalkeller in Offenburg (eine tolle Location, auf die wir bei fudder viel öfter hinweisen sollten) spielte Nina Nastasia vor wunderbar stillen Menschen ihre wunderschönen. fragilen Songs. Und der gute Spätburgunder kostete auch nur 3 Euro.  [Caro]

Die fudder-Review: Danke, dass wir zuhören durften

30. Mai 2008 - Knarf Rellöm, Bernadette La Hengst & Guz im Auditorium

Um den Geburtstag von Ritchie Records zu feiern, sperrten sich Ende Mai Bernadette La Hengst, Knarf Rellöm und Guz in ein Freiburger Studio und nahmen ein bisschen Musik zusammen auf. Wie die Kollaboration der drei Wahnsinnigen funktioniert, konnte man im Anschluß im Auditorium erleben: verdammt gut, nämlich, und zum Abschluß des Ganzen gab es auch noch Line-Dancing im Publikum. Von Standing Ovations angetrieben spielte sich Knarf Rellöm schließlich bis in den totalen Zusammenbruch. Hach. [Caro]

Video: Sieben Sachen für Knarf, Bernadette & Guz

1. Juni 2008 - The Miserable Rich in der KTS



Ein später Sonntagnachmittag im Licht durchfluteten großen Saal der KTS, im Sessel sitzend ein Stück Kuchen und ein kühles Radler in der Hand und dazu der Chamber-Pop von The Miserable Rich. Besser hätte man den Sommer nicht einläuten können. Magisch. [Caro]

6. Juli 2008 - Get Well Soon im Spiegelzelt



Sensationell, was und auch wie Konstantin Gropper und seine Mitstreiter das dann auf die Bühne gebracht, ja gezaubert haben: einen Tacken rockiger als auf ihrer grandiosen CD, aber unglaublich präzise und schwer sympathisch. Tolle Atmosphäre. [Alex]

Die fudder-Review: Ein Wahnsinns-Gig

13. Juli 20008 - k.d. lang im Zirkuszelt



Unbeeindruckt von der Leere des Zirkuszelt jubelten ein paar hundert Fangirls der lasziv die Hüften schwingenden k.d.lang zu und warfen der Chanteuse Liebesbriefe auf die Bühne. Und zwar vollkommen zu recht. Selten so schön geweint wie bei "Hallelujah". [Caro]

Die fudder-Review: Östrogenschwangeres Brodeln im Zirkuszelt

17. Juli 2008 - The Notwist im Jazzhaus



Seit fast zwei Jahrzehnten sind mein Musikgeschmack und die Vorzeige-Oberbayern The Notwist per du – und live sind sie immer wieder grandios mit ihrer fast avantgardistischen Mischung aus sperrigem Indierock, Elektrogefrickel und sattem Pop. Es war zappenduster und man konnte die Jungs manchmal kaum sehen: Musik, Musik, Musik. [Alex]

Die fudder-Review: Der Teufel, Du und ich

21. November 2008 - The Wave Pictures im Swamp



Schlichte und melodiöse Songs, dazu Dave Tattersalls Stimme wie au seiner anderen Zeit und Stanley Brinks alias André Hermann Düne, der aus dem Nichts mit seinem Sopransaxofon ständig intervenierte, improvisierte, quiekte und näselte – aus dem Nebenzimmer, hinter der Theke oder am Bühnenboden in der Hocke. Alles im rappelvollen Swamp. [Alex]

Die fudder-Review: Seele auf Handteller

11. Dezember 2008 - Kim & The Cinders im El.Pi



Die Kim & The Cinders-Version von "Hippie Hippie Hourrah" war einer meiner persönlichen Sommer-Hits, und als der sonst so furchteinflößende Powersolo-Sänger Kim im Dezember entspannt im El.Pi saß und dieses wunderschöne Cover spielte, da passte so ziemlich alles. Und dass er sich danach auszog, war auch nicht schlecht. [Caro]

Die fudder-Review: Vorglühen und dann runter mit der Wäsch'

Und natürlich freuen wir uns schon jetzt auf die Konzerte des Jahres 2009!