Journalistenpreis

Früherer fudder-Redakteur mit Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet

dpa

In der Sparte "Reportage überregional" hat Marius Buhl den renommierten Theodor-Wolff-Preis gewonnen. Der Hofsgrunder war Volontär und Redakteur bei fudder.de in Freiburg.

Mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis sind am Mittwochabend sechs Journalisten ausgezeichnet worden. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vergab die mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Auszeichnungen in Berlin.


In der Kategorie "Reportage lokal" sprach die Jury Maris Hubschmid vom Berliner "Tagesspiegel" den Preis zu, in der Sparte "Reportage überregional" Marius Buhl für einen Text im "SZ-Magazin". Nach einem Praktikum im Herbst 2013 wurde er Online-Volontär von fudder.de, dem Freiburger Nachrichtenportal für junge Menschen, das von der Badischen Zeitung herausgegeben wird. Bis Mitte 2016 war er anschließend als Redakteur für fudder tätig und besuchte dann die Henri-Nannen-Schule. Als freier Journalist schreibt Marius Buhl heute weiterhin regelmäßig für die BZ und für fudder.

Gregor Peter Schmitz, Chefredakteur der "Augsburger Allgemeinen", bekam die Auszeichnung nach Angaben des BDZV in der Kategorie "Meinung lokal", Daniel Schulz von der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "taz" in der Kategorie "Meinung überregional". Für seinen Beitrag zum "Thema des Jahres", das diesmal "Welt im Umbruch - Demokratie in Gefahr?" lautete, erhielt Andrian Kreye von der "Süddeutschen Zeitung" den Theodor-Wolff-Preis.

Den Preis für sein Lebenswerk hatte die Jury bereits zuvor dem Journalisten Michael Jürgs zugesprochen. Der mittlerweile 74-Jährige war unter anderem Chefredakteur von "Stern" und "Tempo", schrieb aber auch Biographien etwa über Romy Schneider, Axel Springer, Richard Tauber und Günter Grass.

Die Preisträger werden seit 2016 erst am Tag der Preisverleihung gewählt und bekanntgegeben. Die Auszeichnung erinnert an den langjährigen Chefredakteur des "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff (1868-1943), der 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen musste, dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert wurde. Er starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.