Frroots: Eine Internetplattform aus Freiburg, die Kontakte schaffen will

Carl Dohmann

Jungen Menschen den Zugang zu Freizeitangeboten erleichtern - das will die frisch gestartete Internetplattform "Frroots – in Freiburg verwurzelt". Zielgruppe sind junge Menschen, die Probleme haben, mit anderen in Kontakt zu treten. Um ihnen zu helfen, die Angebote wahrzunehmen, werden ihnen sogenannte „Türöffner" zur Seite gestellt. Carl Dohmann hat Projektleiterin Christine Woiczik gefragt, wie Frroots funktionieren soll:



Wen wollen Sie mit dem Projekt „Frroots“ erreichen?


Christine Woiczik: Die Idee zu diesem Projekt entstand im Gemeindepsychiatrischen Verbund und aus der Arbeit mit jungen Erwachsenen, die sich Kontakt in Freizeitgruppen wünschen, sich oft aber mit dem ersten Schritt schwertun. Dieses Problem kennen viele junge Erwachsene. Ich denke, Kontakt in Gemeinschaft ist aber wesentlich für die Lebensqualität und macht eine Gesellschaft auch tragfähig. Daher wollen wir alle jungen Erwachsenen ansprechen, die Freizeitgruppen suchen und sich dafür Unterstützung wünschen.

Zum Beispiel können das Studenten sein, die neu in der Stadt sind und noch niemanden kennen, oder jemand, der gerade einen Umbruch oder eine Krise erlebt hat und sich neu orientiert – eben allgemein Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die Freizeitangebote in Gemeinschaft wahrnehmen wollen und denen der erste Schritt schwerfällt.

Wer kann auf der Plattform Veranstaltungen anbieten?

Alle Freizeitangebote und auch Veranstaltungen in Freiburg können eingestellt werden. Es gibt hier keine Begrenzungen, sondern verschiedene Kategorien wie zum Beispiel Sport, Hobbys oder Kultur. Es wird die ganze Bandbreite abgedeckt. „Frroots“ – also FR und „roots“ für Wurzeln – ist offen für jeden, außer wenn wir Angebote für ethisch nicht vertretbar halten, zum Beispiel bestimmte politische Ausrichtungen.

Was genau macht man als „Türöffner“?

Türöffner bieten an, über ein Kontaktformular direkt angeschrieben zu werden und offene Fragen direkt zu beantworten – etwa wie man sich für ein Freizeitangebot anmeldet oder was man dort zu erwarten hat oder auch, dass man sich das erste Mal mit einem Neuankömmling kurz vorher trifft und zusammen in die Gruppe geht.

Nutzer der Homepage können E-Mails an Türöffner schreiben oder Telefonate mit ihnen führen, je nachdem, welche Kontaktaufnahme der Türöffner anbietet. Das bestimmt natürlich jeder Türöffner selbst. Es wird ausdrücklich keine längerfristige Begleitung angestrebt, sondern es geht darum, Leuten, die zum ersten Mal zu einer Gruppe gehen, unter die Arme zu greifen.

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  [Foto: Ingo Schneider]