Freiburgs Finest: Freiburg hat jetzt seine eigene rechtlich geschützte Klamottenmarke

Madeleine Mayer

"Was wir tun, ist real", sagen sie: Die drei Freiburger Jungs Anton, Geoffrey und Raffael sind die Macher der neuen T-Shirt-Marke "Freiburgs Finest". Was es damit auf sich hat:



Was ist Freiburgs Finest?

Freiburgs Finest ist das erste Streetwear Label aus Freiburg. Wir haben uns offiziell Ende 2013 gegründet, aber die Planung hat natürlich viel früher angefangen.


Was ist "Streetwear" eigentlich
? Wie würdet ihr das definieren?

Streetwear bedeutet, du kannst etwas auf edle Sachen anziehen, du kannst es zum Sport anziehen, auch einfach für draußen. Es ist ein Mix, der auf alles passt. Wie zum Beispiel Chucks. Du kannst die Shirts selbst auf einen Anzug anziehen.

Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?

Wie Ideen eben entstehen: Wir saßen abends gemütlich zusammen, mit dem ein oder anderen Bier, und dann ist es uns so eingefallen. Wir sind unternehmenslustig und wollten eigentlich schon immer etwas eigenes auf die Beine stellen. Das ist dann eben dabei raus gekommen.

Was ist das für ein Motiv auf eurem Shirt? Hat die 79 - der Anfang der Freiburger Postleitzahl - mit Hip Hop zu tun?

Das ist das Freiburger Münster. Anfangs war Hip Hop schon unsere Zielgruppe. Aber es hat sich rausgestellt, dass eher Studenten und Stadtverliebte Menschen Interesse zeigen. Deswegen haben wir jetzt auch das Grundprinzip geändert, um von diesem "79" weg zu gehen und mehr mit Freiburg zu machen.


Geoffrey Reinhardt und Anton Sebastian Würmlin

Auf eurer Internetseite kann man nur männliche Models sehen. Wie sieht es den mit der weiblichen Zielgruppe aus?

Das haben wir schon oft überlegt. Wir sind halt gerade noch dabei, den Kleidungsstil rauszufinden. Wichtig ist, dass das mit dem Logo passt. Und dafür brauchen wir natürlich auch die Meinung von weiblichen Personen. Für uns Männer ist es ein bisschen schwierig, sich in die Lage der Frau zu versetzen. Was ja allgemein bisschen schwieriger ist manchmal. Aber wir wollen auf jeden Fall irgendwann auch was für Frauen machen. T-Shirts, Leggins und so.

Ihr werbt auf eurer Internetseite damit, dass ihr alle eure Shirts einzeln kontrolliert. Wie läuft die Produktion eines Shirts ab?

Die Shirts werden von einem Textilhersteller produziert. Auch das Einnähen der Etiketten geben wid in Auftrag. Wir machen dann die ganzen anderen Sachen. Das Logo, das muss schließlich noch geglättet werden - das machen wir alles von Hand. Das Bügeln, Verpacken und Versandbereit machen. Aber natürlich auch die Endkontrolle, ob alles stimmt. Es ist uns schon sehr wichtig, dass jedes T-Shirt ohne Fehler rausgeht.

Ihr habt auf Facebook 461 Likes. Da ist ja noch Luft nach oben - wie läuft's mit dem Verkauf?

Es steigt an. Wir sind noch in der Anfangsphase und hatten jetzt unsere erste Kollektion. Die lief nicht so gut. Wir hoffen, dass die zweite, die jetzt raus kommt, besser läuft.

Ihr habt also schon eine neue Idee?

Ja, wir haben eine neue Kreation, die jetzt erscheint. Die neuen Shirts heißen 79 Classic 2.0 (siehe Bild 1). Sie sind aus weicher Baumwolle und haben einen körperbetonten Slim Fit-Schnitt.

Wo wollt ihr mit Freiburgs Finest denn hin?

Das Ziel ist, dass Freiburg eine eigene Marke bekommt. Hier gibt es so etwas nicht. Wir sind die ersten. Das ist nicht schnell erfunden, sondern beim Patentamt eingetragen. Freiburgs Finest gilt als offizielle Marke und ist ein offizielles Unternehmen. Als eingetragene Freiburg-Marke sind wir eigentlich konkurrenzlos. Das Problem ist nur, dass genügend Leute das einfach so machen und die Sachen unter der Hand vertreiben. Aus dem Grund stehen uns die Freiburger kritisch gegenüber. Aber das, was wir tun, ist real. Davon müssen wir jetzt nur noch so viele wie möglich überzeugen.