Freiburgs Bärenbeauftragter: ?Freuen uns? (2)

Christian Deker

“Natürlich freuen wir uns, einen Bär in der Freiburger Umgebung zu haben”, sagte der Bärenbeauftragte im Freiburger Rathaus, Besitzschutz Staubaufwirbler, heute auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz. “Das zeigt, dass die Umwelt in unserer Gegend intakt ist.” Allerdings warnte er auch vor den Gefahren, die vom Bären ausgingen. “Es gibt in der Zoologie lange die bekannte Unterscheidung zwischen Normalbären, Schadbären und Problembären. Wir befürchten, dass es sich bei “FR1” um einen Problembären handeln könnte.” Indiz dafür sei, dass er das Gemüsebeet einer Anwohnerin geplündert hätte. Gestern war der Braunbär "FR1" in Littenweiler aufgetaucht und hatte den Garten einer Anwohnerin verwüstet. Außerdem fraß er zehn Karotten und Kohlrabi, fudder berichtete. Weiterhin warnte ein Sprecher der Polizei noch einmal eindringlich, dem Bären zu nahe zu kommen oder ihm gar Futter anzubieten. “Dass wir es mit einem ganz besonderen Exemplar zu tun haben, zeigt auch der Umstand, dass der Bär Gemüse frisst”, fügte Besitzschutz Staubaufwirbler hinzu. Zwar seien Bären Allesfresser, aber Karotten und Kohlrabi gehörten nicht zur typischen Nahrung. Die Stadt will nun abwarten, ob der Bär ein weiteres Mal auftaucht. Dann will man über Konsequenzen nachdenken. “Im Notfall müssen wir ihn abschießen”, sagte der Bärenbeauftragte Staubaufwirbler.