Gold und Silber

Freiburger Uni-Weine bei der Austrian Wine Challenge ausgzeichnet

BZ-Redaktion

Einmal Gold und viermal Silber bei der AWC in Wien für Gewächse aus Rebflächen der Universität.

Der Freiburger Universitätswein wurde bei der Austrian Wine Challenge (AWC) in Wien, dem größten Weinwettbewerb der Welt, mit fünf Medaillen ausgezeichnet. Eine Goldmedaille ging an den Jahrgang 2014 des Spätburgunders Spätlese trocken vom Lorettoberg. Je eine Silbermedaille erhielten zwei Weißburgunder der Jahrgänge 2013 und 2015 sowie zwei Spätburgunder der Jahrgänge 2015 und 2012. In diesem Jahr wurden insgesamt neun Weine eingereicht.


Die Albert-Ludwigs-Universität hat im Jahr 2012 zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilgenommen und bereits zwei Gold- sowie fünf Silbermedaillen für ihre Weinsorten gewonnen. Die Stiftungsverwaltung der Universität verwaltet die Rebflächen. Bei der AWC haben in diesem Jahr an die 1900 Produzenten aus 41 Ländern knapp 13 000 Weine eingereicht. Die Jury setzt sich aus Weinanalytikern, Sommeliers, Gastronomen, Weinhändlern und Fachjournalisten zusammen. Sie verkosten die Weine anonym und in Einzelkabinen. Da der Wettbewerb von der Europäischen Union anerkannt ist, kann die Universität mit den Medaillen auf den Flaschen werben.

Mit sechs von den neun eingereichten Weinen wird die universitäre Müller-Fahnenberg-Stiftung, die Eigentümerin von Rebflächen ist, zusätzlich als Weingut bewertet. Mit einer Gold- und vier Silbermedaillen sowie vier "seal of approval" Gütesiegeln wurde die Stiftung als Ein-Sterne-Weingut bewertet. Dieses Ergebnis ist jüngst bei der "Gala der Nacht des Weines 2016" in der österreichischen Hauptstadt verkündet worden.

Der Weinbau hat an der Universität Freiburg eine lange Tradition: Schon bei ihrer Gründung 1457 besaß die Universität landwirtschaftliche Flächen, über deren Erträge sie sich finanzierte. Professoren wurden mit Wein bezahlt, und Studenten erhielten für ihre Studiengebühren zwei Liter am Tag. Die insgesamt knapp zwei Hektar großen Flächen wurden 1986 und 2005 mit Geld der Müller-Fahnenberg-Stiftung erworben. Sie werden vom Winzerhof Ebringen ausgebaut – die Universität ist seit 1990 Mitglied dieser Erzeugergemeinschaft. Die Stiftungsverwaltung im Rektorat und der Winzerhof Ebringen vermarkten den Wein, von dem sie jährlich zwischen 7000 und 9000 Flaschen verkaufen.

Die Universität verkauft den Wein regelmäßig im Erdgeschoss des Kollegiengebäudes III und bietet darüber hinaus die gesamte Produktpalette auch online zur Bestellung an.

Weitere Infos unter http://mehr.bz/uniwein2016