Tötungsdelikt

Freiburger Student gesteht, seine 31-Jährige Mitbewohnerin erstochen zu haben

Frank Zimmermann

Ein Streit in einer Zweier-WG im Freiburger Stadtteil Lehen hat ein tödliches Ende genommen: Ein 24-jähriger Student erstach seine 31-Jährige Mitbewohnerin. Er räumt die Bluttat ein.

Ein 24-jähriger Student hat seine 31-jährige Mitbewohnerin im Stadtteil Lehen erstochen. Die Polizei fand ihren leblosen Körper im Flur eines Mehrfamilienhauses. Der Mann konnte in der gemeinsamen Wohnung festgenommen werden. Er gestand die Tat gegenüber dem Haftrichter ein.


Polizei: Keine Beziehungstat

Den Informationen der Polizei zufolge handelt es sich nicht um eine Beziehungstat. Die beiden waren ledig und deutsche Staatsbürger; sie bildeten seit kurzem eine Wohngemeinschaft: Die berufstätige Frau sei "vor nicht allzu langer Zeit" bei dem 24-jährigen Studenten eingezogen, sagte Polizeisprecherin Laura Riske der BZ.

Die WG befindet sich im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in der ruhigen und beschaulichen Bundschuhstraße in Lehen. Darin befinden sich vier Wohnungen mit insgesamt elf Bewohnerinnen und Bewohnern.

Nachbar ruft die Polizei

Ein beunruhigter Nachbar in der Wohnung unter der Wohngemeinschaft verständigte am Mittwochabend gegen 21 Uhr die Polizei, nachdem er einen Streit und Hilferufe aus dem Treppenhaus vernommen hatte. Die unmittelbar hinzugezogenen Polizeistreifen sowie der Rettungsdienst fanden die 31-jährige Frau leblos im Flur. Das Opfer verstarb vor Ort.

Blutspuren führten in die Wohnung im zweiten Stockwerk. Die Polizisten öffneten die Wohnungstür, an der die Blutspuren endeten, mittels einer Ramme. In der Wohnung trafen sie den mutmaßlichen Täter, einen 24-jährigen Studenten, an und nahmen ihn fest. Ein Messer konnte vor Ort sichergestellt werden.

Der genaue Tathergang und das Motiv sind noch unklar

Die Polizei hielt den Mann von Anfang an für den Täter. Bei einem Termin vor dem Haftrichter am Donnerstagmittag gestand er dann auch die Tat ein. Inzwischen befindet sich der 24-Jährige in Untersuchungshaft. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die Frau durch mehrere Messerstiche getötet worden war.

Zum Tatmotiv und zum Auslöser für den Streit wollten die Ermittler am Donnerstag nichts sagen, ebenso wenig zum genauen Tathergang. Der Mann und die Frau waren nach jetzigem Stand der Ermittlungen kein Liebespaar. Beide waren bislang noch nie straffällig, sagte Riske. Ob der Tatverdächtige psychisch krank ist und dies eine Ursache für die Tat sein könnte, ist noch nicht geklärt. Die Polizisten konnten sich nach BZ-Informationen in jedem Fall mit ihm austauschen und verständigen.

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