Freiburger Street-Artist Dust malt 36-Meter-Graffiti unter Friedrichsbrücke

Manuel Lorenz

Es ist wahrscheinlich das längste Graffiti Freiburgs: ganze 36 Meter! Was es zeigt: einen Menschen mit langen, dünnen Gliedmaßen, einer seltsamen Kopfbedeckung und einer Blume in der Hand. Sein Name: Lost Spirit. Sein Schöpfer: der Freiburger Künstler Dust. [Mit Fotogalerie!]



Vor ungefähr zehn Jahren haben die beiden brasilianischen Urban-Art-Zwillinge Os Gêmeos aus São Paulo damit angefangen: riesige Figuren auf riesigen Wänden. "Mittlerweile malen Street-Artist-Künstler weltweit fast nur noch Großformate", sagt der Freiburger Künstler Dust.

Das Graffiti unter der Friedrichsbrücke - vulgo: Drachenbrücke - erstreckt sich über eine Höhe von 3,5 Metern und eine Breite von 36 Metern. Das sind knapp 130 Quadratmeter! Es zeigt einen Menschen mit langen, dünnen Armen und Beinen, einer Art Turban um den Kopf und einer Blume in der Hand. Der Hintergrund ist türkis, die Figur in braunen und graublauen Tönen gehalten. Dust hat das Bild "Lost Spirit" genannt. Die Figur soll einen Ureinwohner darstellen, dessen Volksgruppe vom Aussterben bedroht ist. "Ein Mahnmal", sagt Dust.



"Mit Bildern von derartigen Ausmaßen kann man viel eher Aufmerksamkeit bei den Passanten erzeugen. Sie bleiben stehen, staunen, setzen sich mit der Kunst auseinander", so Dust. "Menschen, die vielleicht nie in eine Ausstellung gehen würden." Außerdem könne man so das Stadtbild nachhaltiger prägen.

Sieben Stunden stand Dust am Mittwoch an der riesigen Mauer - von 13 Uhr nachmittags bis 20 Uhr abends. Dabei hat er Farbe im Wert von mehreren Hundert Euro verbraucht.

Abgesehen von derartigen Großprojekten stellt Dust regelmäßig in internationalen Galerien aus. Die Highlights der letzten Monate: Gruppenausstellungen in Paris, Miami, London und Glasgow sowie demnächst eine Soloausstellung in der 44309-Galerie in Dortmund.



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[Fotos: Dust]