Freiburger Start-Ups: Loma – Der digitale Stammkunde

Felix Klingel

Einchecken und Geld sparen: Frederik Greve und Cedric Becker haben die App Loma entwickelt, mit der sich Nutzer Vergünstigungen bei ihren Stammlokalen erspielen können sollen.

Das Produkt

Loma ist eine kostenlose App, mit der man in Bars oder Gaststätten einchecken kann. Ziel ist es, möglichste viele "Check-Ins" in einer Location zu erreichen, denn der Nutzer mit den meisten Besuchen ist der Location Major (Loma). Der Loma bekommt in dieser Gaststätte, sofern diese sich bei Loma beteiligt, Vergünstigungen.

Loma ist als Live-Wettkampf gedacht. Neben dem Einchecken können die Nutzer auch durch Bewertungen und andere Aktivitäten Punkte sammeln, um beispielsweise einen amtierenden "Location Mayor" vom Thron zu stoßen. Außerdem ist Loma als soziales Netzwerk konzipiert: Nutzer können anderen Spielern folgen, um zu sehen, wo diese eingecheckt haben und ob sie eine Bewertung abgegeben haben.
Die Loma-App ist kostenlos als Beta-Version für Android erhältlich

Die Gründer

Frederik Greve und Cedric Becker sind die Gründer von Loma. Beide sind 18 Jahre alt und kennen sich von ihrer gemeinsamen Schulzeit in Titisee-Neustadt.

Frederik Greve beginnt im Wintersemester das Studium der Online-Medien in Furtwangen. Durch seine langjährigen Einsatz für das ArTik kennt er sich außerdem im Bereich der Gastronomie aus. Das Programmieren hat er sich selbst beigebracht

Cedric Becker macht dieses Jahr sein Abitur und möchte danach ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik in Stuttgart oder Karlsruhe beginnen.

Die Finanzierung/das Geschäftsmodell

Die App soll für Nutzer und Geschäfte kostenlos bleiben. "Es ist geplant, dass Gaststätten Werbung zu Veranstaltungen oder Angeboten kaufen können", erklärt Greve das Geschäftsmodell. Die Werbung solle aber nicht zu aufdringlich sein, sondern auch für die Nutzer einen Mehrwert haben. Also etwa nur dann auftauchen, wenn man sich gerade in der Nähe einer werbenden Örtlichkeit befindet.

Zu Beginn müssen die beiden noch persönlich Gaststätten akquirieren, damit sie an der App teilnehmen und Vergünstigungen anbieten. Später hoffen sie auf den Selbstläufer-Effekt.

Was sagt Mama dazu

"Meine Eltern supporten mich voll und ganz", sagt Greve. Sein Vater ist selbst Informatiker und so sei ihm das Basteln am Code quasi in die Wiege gelegt.

"Meine Mutter ist fasziniert von der Idee und freut sich, dass ich etwas Sinnvolles mit meiner Zeit anfange", sagt Becker. Auch er habe von seiner Familie noch nichts Negatives gehört.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben?

"Macht euch auf jeden Fall einen Plan", sagt Becker. "Wir sind am Anfang ziemlich unbedarft an die Sache rangegangen und haben dann schnell gemerkt, wie viele Dinge wir eigentlich regeln müssen." Trotzdem empfehlen sie, Dinge einfach zu machen. Die erste Beta-Version entstand in nur vier Wochen.

Zukunftspläne

Das nächste Ziel der Gründer ist es, eine fertige Version von Loma für Android und iOS herauszubringen. Damit wollen sie zuerst Freiburg und dann langsam andere Großstädte bedienen und eine größere User-Basis aufbauen.