Freiburger Polizei macht Fahrradkontrolle - mit Maschinenpistole

Carolin Buchheim

Simone E. wollte ihren Augen nicht trauen. Am Montagvormittag kontrollierten Beamte der Polizei Freiburg auf der Ochsenbrücke Fußgänger und Radler - und ein Beamter trug dabei eine Maschinenpistole. Was da los war:



Montagvormittag, 11 Uhr an der Ochsenbrücke. Simone E. ist auf dem Weg mit ihrem Sohn im Kinderwagen in den Stühlinger, als sie auf der Brücke eine Polizeikontrolle bemerkt.


„Vor der Auffahrt zur B31 Richtung Donaueschingen und hinter der Ausfahrt von der B31 wurden Passanten und Radfahrer kontrolliert“, beschreibt sie ihre Beobachtungen. Was die Bürgerin verwundert: Während zwei Polizeibeamte einen jungen Mann kontrollieren, steht ein dritter Beamter abseits – mit einer umgehängten  Maschinenpistole.

„Ich weiß, dass diese Art der Bewaffnung durchaus üblich ist, wo es nötig ist“, sagt Simone E. „Die Polizisten vor dem jüdischen Museum in Berlin sind ja immer so bewaffnet. Aus Freiburg kannte ich es nicht.“ Eine Radfahrerin bemerkt die Bewaffnung der Beamten auch, spricht E. an.  Beide vermuteten sofort einen Zusammenhang mit der Terrorbekämpfung.

Die Polizei Freiburg bestätigt die Beobachtungen der Frauen, aber relativiert sie. „Polizeibeamte, auch in Freiburg, führen grundsätzlich eine MP im Streifenfahrzeug mit sich“, sagt Polizeipressesprecherin Laura Riske. Bei dem Einsatz habe es sich um einen „polizeirechtliche Kontrollstelle zur Fahndung nach Straftätern“ gehandelt, es sei um  Zweiradkriminalität gegangen. Die MP „diene dem Schutz“ der Beamten und „sei die Regel“.  Gerade bei Kontrollstellen werden sie „des Öfteren“ von den Sicherungsposten getragen.

[Foto: dpa Picture Alliance/Symbolbild]