Freiburger Jung-Hacker belegt mit Schülerteam ersten Platz in nationalem Wettbewerb

Johannes Tran

Florian Bauckholt (17) belegte im Finale des Hackerwettbewerbs Cyber Security Challenge Germany (CSCG) mit seinem Team den ersten Platz unter den Schülern – und hackte dabei am Finaltag unzählige Stunden am Stück.

Wenn Florian vom Hacken spricht, gerät er ins Schwärmen: "Es gibt da ein Problem, das man zuerst nicht lösen kann, und es ist toll, wenn man endlich die richtige Lösung gefunden hat." Der 17-jährige Oberstufenschüler der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule kämpfte sich mit vier Teamkameraden im Finale der CSCG in Berlin durch insgesamt zwölf knifflige Hackeraufgaben – und das unter "ziemlichem Zeitdruck", wie er es nüchtern beschreibt. Letzten Endes konnte sein Team fünf der zwölf Aufgaben lösen und setzte sich knapp mit 68 zu 62 Punkten gegen das konkurrierende Team durch. Die Freude war riesengroß, sein Fazit zurückhaltend: "Es ist cool, als Team gewonnen zu haben."


Dabei war das Hacken im Gegensatz zum Programmieren eine ganz neue Welt für Florian. Neun Aufgaben galt es, in der Qualifikationsrunde der CSCG zu lösen, mehr als Tausend Schüler und Studenten wollten sich für das große Finale in Berlin qualifizieren. Florian meisterte alle Aufgaben, wenn auch mit einigem Zeitaufwand: "Man muss stundenlang rumprobieren", sagt er.

Hacken im Team

Diese Einstellung zahlte sich aus. Kurz nach Ende der Qualifikationsrunde erhielt Florian die Zusage für das Finale in Berlin. Eine halbe Woche durfte er auf Kosten der Veranstalter in der Hauptstadt verbringen und in der Schülerkategorie um den ersten Platz kämpfen.

Das Finale dauerte mit seinem umfangreichen Rahmenprogramm zwar eine halbe Woche, das eigentliche Spektakel aber fand an einem Tag statt: Von morgens bis abends hackten Florian und seine Mitstreiter – mit jeder gelösten Aufgabe wurde eine neue Aufgabe freigeschaltet. Besonders wichtig war dabei der Zusammenhalt in der Gruppe, sagt Florian: "Im Team bekommt man sehr viel mehr hin als alleine." Im Anschluss mussten die jungen Hacker ihre Ergebnisse einer Experten-Jury präsentieren. Florian und sein Team triumphierten und durften einen brandneuen Laptop mit nach Hause nehmen.

Da lässt es sich auch verschmerzen, dass der Freiburger sich nicht fürs Europafinale des Hackerwettbewerbs Anfang November qualifiziert hat. "Ich bin nicht besonders traurig", sagt er. Schließlich dürfe er im kommenden Jahr wieder um die Hacker-Krone kämpfen – und dann klappe es vielleicht auch mit Europa.