Freiburger gratulieren: Happy Birthday, Kagan!

Anna-Lena Zehendner, Carolin Buchheim & David Weigend

In dieser Woche feiert das Kagan seinen 10. Geburtstag. Grund genug, für fudder bei Menschen aus dem Freiburger Nachtleben Gratulationen einzuholen und nachzuhören, was sie über Freiburgs höchsten Club denken und welche Partynächste sie nie vergessen werden. [Mit Verlosung für die Ministry of Sound-Geburtstagsparty!]



Franco Orlando, Freiburger Single-Nacht

"Als das Kagan in Freiburg eröffnet hat, war es absolut bahnbrechend, es hat das Nachtleben in Freiburg quasi revolutioniert und massiv aufgewertet. Das Kagan bot schlicht und ergreifend ein sehr hohes Level, das mit den angesagten Läden in Frankfurt locker mithalten konnte.

Bei der Eröffnung vor zehn Jahren war ich dabei. Wir haben uns alle auf die Eröffnung gefreut und  große Augen gemacht, denn das Kagan war damals eine ziemliche Sensation. Die Party war irre gut, denn es waren alle da - vom Baubürgermeister, diverse Lokalpromis und natürlich zahlreiche  „Nachtmenschen“ -  alles Leute, die man gut kannte.

Die ersten zwei, drei Jahre nach der Eröffnung war ich fast immer donnerstags, freitags und samstags   da und habe das Kagan quasi mitfinanziert (lacht). Die Partynächte waren echt top, auch wenn es anfangs gar nicht so einfach war, rein zu kommen. Durch meine jahrelange berufliche Tätigkeit im  Nachbarturm waren wir nach der Arbeit dann immer mittwochs zur Afterwork-Party. Das war eigentlich immer das Highlight der Woche.

Mittlerweile bin ich dem Partyalter zwar ein bisschen entwachsen, aber mein letzter Besuch ist gar nicht so lange her: vor einigen Wochen habe ich samstagabends mit Inhaber Peter Bitsch und Frank Böttinger von Endless-Event gefeiert, das war sehr lustig. Das Facelifting vor ein paar Monaten hat dem Kagan definitiv gut getan. Ich glaube, es ist vom Konzept her richtig aufgestellt, Peter hat mit Dominik einen guten Mann am Start und ist auf dem richtigen Weg - momentan läuft es ja auch richtig gut."



Sandra Tieso, Klatsch-Reporterin Freiburger Wochenbericht

„Das Kagan ist eine Institution in Freiburg. Ich kann es mir aus dem Nachtleben der Stadt nicht wegdenken, es gehört in Freiburg einfach dazu und hat wirklich Trends gesetzt. Wenn man abends überlegt wo man hingeht, dann ist das Kagan bei sehr vielen Leuten einfach auf dem Plan.

Ich war bei der Eröffnung dabei; alles war ganz schick und schön und glänzend. Damals gab es in Freiburg noch keine einzige Lounge und Möglichkeiten schick abends auszugehen gab es ebenfalls nicht. Ich fand es ganz interessant, aber fast ein bisschen zu schick. Ganz am Anfang haben sich  alle über- und pseudowichtigen Geschäftsleute der Stadt damals da gezeigt; zum Glück war das nach ein paar Wochen vorbei und das Kagan eine normale Party-Location.

Die besten Partynächte im Kagan waren für mich nicht unbedingt die, an denen Promis zu Gast waren, sondern die, an denen ich selbst am meisten Spaß hatte, also Geburtstagspartys von Freundinnen, bei denen wir mit zehn, fünfzehn Leuten im Kagan waren.  Als Peyman Amin im April 2009 da war, war es allerdings super, und auch die Junge Helden-Party 2005 war spitze, als alle deren Aktivisten in Freiburg waren. Zuletzt war ich am Anfang des Sommers im Kagan, kurz nach der Wiedereröffnung.

Für die nächsten zehn Jahre wünsche ich dem Kagan und seinen Machern dass sie Krisen – auch privater Art – meistern, und der Laden eine Institution bleibt. Es lohnt sich aber, ab und an etwas neues auszuprobieren oder sich von anderen Läden etwas abzugucken. Wichtig ist aber, dass sie es nicht übertreiben und nicht vergessen, in welcher Stadt sie sind.Denn ein VIP-Bereich in einer Disko in Freiburg? Das finde ich albern.

 

David Harnasch, Journalist und Freiburger Nightlife Kolumnist


„Die Entwicklung des Kagan in den letzten eineinhalb Jahren habe ich nicht wirklich mitbekommen, da ich in Berlin war und somit schon lange nicht mehr im Turm war. Ich erinnere mich aber noch gut an meinen ersten Besuch, zur Pre-Opening-Party. Darüber habe ich auch damals im Sub Culture berichtet.

Ich hatte mich tierisch darauf gefreut, dass endlich ein neuer Club in Freiburg eröffnet. Es war für mich sehr angenehm, dass in meiner bis dato recht langweiligen Heimatstadt ein wahrhaft urbaner Club entstanden ist. Das Kagan hat zum ersten Mal das provinzielle Freiburger Nachtleben aufgemischt.

Schon damals habe ich gesagt, wenn das Kagan eine Frau wäre, wäre ich mit ihm verheiratet und würde auf einer abgelegenen Insel kleine Kaganettes großziehen. Die Einrichtung ist wunderschön, die Anlage vom Feinsten und die Aussicht atemberaubend. Allein die Tatsache, dass man nur durch eine Scheibe gehindert wird, von oben auf den Volksbank-Klotz zu spucken, ist doch großartig. Ich habe keine Zweifel, dass jeder noch so weitgereiste Mensch das Kagan mögen wird.“



Christian Rotzler, Betreiber von The Great Räng Teng Teng

"Das Kagan genießt im Freiburger Nachtleben eine herausragende Stellung, allein schon wegen der Lage. Der Club ist aus Freiburg nicht mehr wegzudenken. Es ist auch für Touristen etwas Erlebenswertes, in diesem Turm zu feiern. Wenn mich Freunde besuchen kommen, wie neulich welche, aus Köln, gehe ich mit denen da hin. Und natürlich hat das Kagan die Toiletten mit dem atemberaubendsten Ausblick in der ganzen Stadt. Diese Sicht genieße ich immer wieder.

Ich habe im Kagan die ersten zwei, drei Monate als Aushilfe gearbeitet, war im Service und an der Sektbar. Zeitgleich habe ich im Elpi aufgelegt, das war ein hübscher Kontrast. Allerdings fiel in meine Kaganzeit auch mein peinlichster Auftritt. Es war irgendeine Promoparty, ich glaube für Badenova. Die Gäste sollten in irgendwelche Designerklamotten eingekleidet werden, was dann nicht ganz geklappt hat. Ich sollte an die Gäste blau-rote Cocktails verteilen. Dann fiel mir das Tablett voller Cocktailgläser runter, die bunten Flüssigkeiten verteilten sich schön auf dem frischgemachten, weißen Kaganboden. Ganz toll.

Inzwischen bin ich nicht mehr so oft da, vielleicht alle drei Monate mal. Gern gehe ich nach dem Ball der Wirtschaft ins Kagan. Ich wünsche den Kaganmachern viel Glück für die nächsten zehn Jahre. Und vielleicht ein klein wenig mehr Sensibilität an der Tür."



Bela Gurath, Endless Events

"Das Kagan ist definitiv der großstädtischste Club in Freiburg. Gut in Erinnerung ist mir noch die Eröffnungsparty vor zehn Jahren. Die war wirklich lustig. Vor vier Wochen war ich das letzte Mal dort.

Ich wünsche den Kaganmachern für die Zukunft alles Gute! Es gibt nicht viele Clubs in Freiburg, die mit so viel Liebe betrieben werden. Dass diese Liebe nicht abhanden kommt, wünsche ich Herrn Bitsch."



Mario Held, Crash

"Ich war noch nie im Kagan. Deshalb kann ich mir auch kein Urteil über diesen Club erlauben. Ich kann auch nicht sagen, welche Partynacht in den vergangenen zehn Jahren die beste war. Ab und zu kommen Gäste zu uns, die berichten, sie seien wegen ihrer Turnschuhe nicht reingekommen. Wie auch immer, ich wünsche den Kaganmachern für die Zukunft alles Gute."

 



Boris Gröner, Barchef Smoker Lounge und Hemingway Bar

„Das Kagan ist von seiner Lage her auf jeden Fall etwas Außergewöhnliches. Vor allem für Freiburg.  Die meisten Clubs sind hier schließlich unter der Erde. Ich schicke oft Touristen ins Kagan, die zu uns in die Smoker Lounge oder die Hemingway Bar kommen und anschließend noch in einen Club wollen.

Immerhin ist die Aussicht aus dem 18. Stock schon etwas Besonderes. So was hat man nicht alle Tage. Die ersten ein zwei Jahre, nachdem das Kagan aufgemacht hat, bin ich oft donnerstags mit meinen Freunden hingegangen. Ich fand die HipHop Musik einfach gut und es war zu diesem Zeitpunkt endlich mal ein neuer, schicker Club in Freiburg.

Heute gehe ich eigentlich kaum mehr ins Kagan. Unter anderem da ich meistens selber nachts arbeiten muss. Das Publikum hat sich, meiner Meinung nach, auch stark geändert. Dem Kagan wünsche ich trotzdem weiterhin alles Gute und viel Erfolg für die nächsten zehn Jahre.“

 

Wolfgang Schuler, Sushicutters


„Ich bin kein regelmäßiger Kaganbesucher. Ich glaube, mit den Auftritten, die wir dort hatten, war ich vielleicht noch insgesamt fünf Mal da. Es ist auch sehr sehr lange her, als ich zuletzt im Kagan war. Die letzten drei Jahre eigentlich gar nicht mehr. Ich hatte vielleicht noch drei Mal einen Auftritt und war zwei Mal privat da. Das hatte natürlich immer einen speziellen Hintergrund, aber nicht vom Kaganprogramm her, sondern eher, mit wem ich ausgegangen bin.

Daher ist es für mich schwer zu beurteilen, welche Bedeutung das Kagan für Freiburg hat.  Ich denke, dass Kagan ist ein toller Club, aber für mich persönlich ist es einfach nicht das Richtige zum Ausgehen. Aber die Auftritte mit den Sushicutters waren sehr spaßig, vor allem auch mit dem Kaganteam zusammen. Die Idee Video über die ganze Stadt zu verteilen mochte ich sehr gerne und finde sie auch nach wie vor sehr spannend.

Noch schöner wäre diese Idee, wenn das Kagan rundherum verglast wäre, so dass man dort tatsächlich komplette 360 Grad Videos rausprojizieren könnte. Wenn es über der Stadt leuchtet und wuschelt, das sieht einfach lsutig aus. Das würde ich als Clubbesitzer auf jeden Fall forcieren. Ich würde mir für das Kagan außerdem wünschen, dass noch mehr Szene einziehen würde. Zum Beispiel die Minimalszene. Aber ich weiß gar nicht ob das im Kagan überhaupt funktioniert."

Last-Minute-Verlosung

fudder verlost zwei Mal zwei Tickets und eine Flasche Sekt für die Ministry of Sound-Party zum 10. Geburtstag des Kagan am Samstag, 2. Oktober 2010. Wer gewinnen möchte, schickt eine E-Mail mit seinem Namen und dem Betreff  "Happy Birthday, Kagan!" an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist Freitag, 1. Oktober 2010, 11 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden direkt nach dem Ende der Verlosung per eMail benachrichtigt.

Mehr dazu:

Was: 10 Jahre Kagan mit Ministry of Sound.
Wann: Samstag, 2. Oktober 2010, 20 Uhr
Wo: Kagan
    [Fotos: Privat, BZ, Privat, fudder, BZ, fudder, fudder, fudder]