Freiburger Glühweine im fudder-Test

Lisa Göllert

Zur kalten Jahreszeit: Erstmal ’nen Glühwein. Aber welcher ist der Beste? Im fudder Glühwein-Tasting testen wir für Dich vier Glühweine aus Freiburg und Umgebung – und bewerten den Geschmack, den Katerfaktor und das Gesamtpaket.

Das Kaminfeuer auf dem Fernseher prasselt. Freddie Mercury grölt auf Spotify: Thank God, it’s Christmas! Das perfekte Setting für ein Glühwein-Tasting in einer Freiburger Studierendenbude. Los geht’s!




Bötzinger Glühwein

Bötzinger

Balance

Wir starten mit dem Bötzinger Glühwein aus Bötzingen am Kaiserstuhl. "Harmonisch" sei er, mit "typischen Glühweingewürzen" und "fein abgestimmter Süße". Der erste Schluck ist angenehm süß, plätschert gut den Rachen runter. Wer es allerdings würzig mag, ist beim Bötzinger an der falschen Adresse. Er erinnert eher an alkoholhaltigen Kinderpunsch als eine Gewürzbombe.

Katerfaktor
Auf einen Liter Bötzinger Glühwein kommen 80 Gramm Zucker. Durch seine enorme Süße ist der Bötziger echt süffig. Und das bleibt auch nach dem dritten Becher so. Katerfaktor trotz 11,5% Alkohol sicherlich hoch.

Gesamtpaket
Ein Liter Bötziger Glühwein gibt´s für 4 Euro in ausgewählten Supermärkten. Auch wenn wir nach Gewürzen und Beeren im Bötzinger eher suchen mussten, hat uns seine Süße überzeugt. Preis-Leistung stimmt!

Der mit dem Wolf

Der mit dem Wolf

Balance


Das erste Nippen: Alles zieht sich in meinem Mund zusammen. Schmeckt irgendwie metallisch, bitter. (An unserem Topf kann`s nicht liegen, damit wurde auch der Bötzinger erwärmt). Von "Zimt, Vanille und natürlichen Früchten" konnten wir nicht mehr viel schmecken. Und das blieb leider auch die ganze Tasse so.

Katerfaktor

Trotz 12,2% Alkohol war der Katerfaktor für uns niedrig. Denn nach einer Tasse war Schluss – bitte nicht nachfüllen!

Gesamtpaket
Für 3,50 Euro ist Der mit dem Wolf der billigste Glühwein, den wir getestet haben. Zwar besser als Tütenwein, aber für diesen Preis hat uns der Glühwein etwas enttäuscht.

Alte Wache

Alte Wache

Balance

Schluck für Schluck: Wie ein würziger Früchtepunsch trinkt sich die Alte Wache. Keine Zutat schmeckt aufdringlich hervor – einfach eine runde Sache! Von allen getesteten Glühweinen bisher der feinste Geschmack.

Katerfaktor
Ziemlich lecker, ziemlich süffig bei 12,2 % Alkohol. Katerfaktor eindeutig ja!

Gesamtpaket

Stolze 8 Euro kosten 0,75 Liter Glühwein von der Alten Wache. Und obwohl er uns echt gut geschmeckt hat, ist er für den Studi-Geldbeutel einfach zu teuer. Mehr davon – aber zu einem geringeren Preis!

Markgräfler Glühwein

Markgräfler

Balance

Schon beim Schnuppern an der Tasse: Ein Geruch von Zimt, Nelke und Kardamom steigen in die Nase. Und auch im Mund ist der Markgräfler wie eine Party der Weihnachtsgewürze. Er punktet durch seine weniger aufdringliche Süße und seine winterlichen Gewürze.

Katerfaktor

Trotz 11,5% Alkohol schmeckt der Markgräfler vergleichend mild. Und Schwupps: Nach 10 Minuten war meine Tasse leer.

Gesamtpaket
Für 4,50 Euro pro Liter ist der Markgräfler nach der Alten Wache der teuerste Glühwein. Uns überzeugt, hat vor allem sein weihnachtlicher Geschmack.

Fazit

Geschmacklich war die Alte Wache unser Favorit. Jetzt das große Aber: Nicht zu dem Preis! Obwohl der Markgräfler der zweitteuerste Glühwein war, sind 4,50 Euro für einen Liter Glühweingenuss zu verkraften. Für unseren Gaumen: Der klare Sieger. Gerne nachschenken!