Freiburger Forscherin erfolgreich beim FameLab

Manuel Lorenz

Wissenschaft muss nicht trocken sein - das hat vor knapp drei Wochen Sarah Jarvis bewiesen. Die Freiburger Doktorandin des Bernstein Centers präsentierte beim FameLab ihr Forschungsthema und qualifizierte sich für das Deutschlandfinale im April.



Sarah Jarvis, Doktorandin am Bernstein Center der Universität Freiburg, hat es geschafft: Sie belegte beim Vorentscheid des FameLab am 25. Februar in Karlsruhe den zweiten Platz und hat sich somit für das Deutschlandfinale am 9. April in Bielefeld qualifiziert.


Das FameLab funktioniert so ähnlich wie der Science Slam: Nachwuchswissenschaftler treten gegeneinander an und stellen ihr Forschungsthema in drei Minuten einer Fachjury und einem Publikum vor. Dabei dürfen sie nur zur Hilfe nehmen, was sie am Körper tragen können. Teilnehmen können junge Forscher ab 21 Jahren der Naturwissenschaften, Technik, Informatik, Mathematik, Medizin und Psychologie; organisiert wird das Ganze vom British Council.

Jarvis beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit Netzwerken von Nervenzellen im Gehirn. Ein Grund, beim FameLab mitzumachen, war für sie, dieses Thema auch Menschen außerhalb ihres Forschungsbereichs erklären zu können: "Als Wissenschaftlerin wird man von der Familie und Freunden oft gefragt, was man da eigentlich macht", sagt sie. Es sei eine Herausforderung, einfache Antworten darauf zu finden. "Außerdem will ich zeigen, dass Wissenschaft nicht immer trocken sein muss." Wissenschaft und Leben hätten durchaus viel miteinander zu tun.



Nervös sei sie bei ihrem FameLab-Auftritt nicht gewesen. "Ich habe früher an der Uni in Sidney, wo ich ursprünglich herkomme, ein bisschen geschauspielt", sagt Jarvis. Nur dass so viel Publikum dagewesen sei, habe sie überrascht: "Ich hatte mit 30 bis 40 Leuten gerechnet. Und plötzlich saßen da 250!"

Beim FameLab zeigt eine kleine Ampel dem Kandidaten an, wieviel Zeit er noch hat. Zuerst ist sie grün, dann gelb und am Ende rot. "Drei Minuten sind nichts", sagt Jarvis, die ihre Präsentation in ihrer Muttersprache, auf Englisch, gehalten hat. "Die rote Ampel kam extrem schnell." Und obwohl sie nicht ganz in der Zeit fertig wurde, hat man sie dann doch noch zu Ende reden lassen.

Sollte Sarah Jarvis das Deutschlandfinale gewinnen, darf sie im Juni zum internationalen Finale nach England fahren, das im Rahmen des "Cheltenham Science Festival" stattfinden wird. Wie die Chancen dazu stehen, kann Jarvis nicht sagen. Ihre Konkurrenten, die Ersten und Zweiten der anderen vier Vorentscheide, hat sie sich auf YouTube aber schon einmal angeschaut.

Neuroscience and Computing

Quelle:YouTube
[youtube nfqH-Toiitw nolink]

Why Isaac Newton stuck a needle in his eye

Quelle:YouTube
[youtube qzNh3PvXHw8 nolink]

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[Bild 2: KIT - Sandra Göttisheim]