Kommunaler Film

Freiburger Filmschaffende wollen mehr gefördert werden

Lisa Petrich

Die Initiative Freiburger Film lädt am Freitagabend in den Alten Wiehrebahnhof ein. Neben der Präsentation des Films "Skizzen einer Stadt – 10 Geschichten aus Freiburg" stellt die Initiative ihr Anliegen vor, die kommunale Filmförderung zu erhöhen.

Freiburg verfügt über eine wachsende Szene von jungen und kreativen Filmschaffenden. Die Initiative Freiburger Film möchte als Sprungbrett für diese jungen Filmtalente dienen und die Stadt als Filmstandort stärken. Das kann aber nur funktionieren, wenn die Filmemacher ihre Ideen auch finanzieren können – und dazu beantragt die Initiative regelmäßig kommunale Fördermittel der Stadt.


Einige Freiburger Filmtalente haben durch diese Unterstützung der Stadt bereits den Sprung in die weite Welt geschafft. Die Filmeditorin Nina Bärmann erhielt für ihren Dokumentarfilm kommunale Fördermittel und konnte so ihre Idee umsetzen, auf der Kola-Halbinsel hinter dem Polarkreis "Beyond the White" zu drehen.

"Die kommunale Filmförderung ist ein wichtiger Meilenstein am Anfang der Filmproduktion. Sie öffnet viele andere Türen, um zum fertigen Film zu kommen", sagt Nina Bärmann.

Ohne Filmförderung kein Film

Ohne die kommunale Filmförderung der Stadt Freiburg wäre es für Nina Bärmann wahrscheinlich schwierig geworden, ihren Film zu finanzieren. "Wenn ich die kommunalen Fördermittel nicht bekommen hätte, dann hätte ich es auch bei anderen Filmförderungen probiert, aber ich weiß nicht, wie da die Chancen gewesen wären, wenn ich ohne die erste Anschubfinanzierung da reingegangen wäre", sagt sie. "Es ist ausschlaggebend, wenn der erste Förderer, wie bei der kommunalen Filmförderung der Stadt, mit im Boot ist."

Wenn sie die Gelder der Stadt nicht erhalten hätte, dann würde es ihren Dokumentarfilm heute vielleicht gar nicht geben, erzählt die Filmproduzentin. Genau wie sie hoffen jedes Jahr auch zahlreiche andere junge Filmtalente auf Unterstützung durch die kommunale Filmförderung.

Fördermittel noch zu niedrig

Doch die Fördermittel der Stadt reichen noch nicht aus, findet die Initiative Freiburger Film. Im vergangenen Jahr gingen 18 Anträge in Höhe von 73.000 Euro bei der Stadt ein, doch nur sechs davon wurden mit insgesamt 20.000 Euro gefördert. Die Initiative hält eine Verdoppelung der Fördersumme auf 40.000 Euro pro Jahr für angemessen, damit sich weitere Filmprojekte entfalten und Freiburg sich weiter als Film-Standort etablieren könnte.

Deshalb möchten die Filmschaffenden am Freitagabend ihre Initiative vorstellen und über die Perspektiven der Freiburger Filmszene diskutieren. Zu Beginn wird der bereits erfolgreich gestartete Film "Skizzen einer Stadt – Zehn Geschichten aus Freiburg" präsentiert. Der Film ist eine Liebeserklärung an die Stadt und soll gleichzeitig die große Bandbreite filmischen Könnens der Freiburger aufzeigen.

Freiburg im Film

Auch Nina Bärmann hat bei dem Freiburger Film mitgewirkt. Gemeinsam mit Moritz Schulz hat sie den Kurzfilm "Oma ist eindeutig blau" beigesteuert. Auch sie findet es wichtig, dass die kommunale Filmförderung erhöht wird.

"Wir wollen die Vielfalt der Freiburger Filmszene zeigen. Es ist wichtig, diese Szene aufrecht zu erhalten und die Leute, die jetzt nach Freiburg ziehen, wie ich vor fünf Jahren, nicht wieder gehen zu lassen", sagt Bärmann, "die kommunale Filmförderung ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg dahin, diese bestehende Szene zu befestigen und weiter wachsen zu lassen."



Weitere Infos:
Was: Initiative Freiburger Film stellt sich vor

Wann: Freitag, 22.02.19 ab 19:30 Uhr

Wo: Alter Wiehrebahnhof