Freiburger DJ-Namenskunde: La Rokoko

Marc Schätzle

Wie kommen DJs eigentlich zu ihrem Künstlernamen? Und wer verbirgt sich hinter dem Pseudonym? In unserer Serie "DJ-Namenskunde" stellen wir bekannte DJs und Newcomer vor. Heute: La Rokoko.





Stellt euch unseren Lesern doch bitte kurz vor.

Wir sind LA Rokoko, ein Zusammenschluss von drei DJs und Produzenten für elektronische Musik. Im bürgerlichen Leben hören wir auf die Namen Chris, Manuel und Jonas, sind Mitte 20 und verleben unsere Zeit mit Studieren, Editieren, Arbeiten, Auflegen und Musizieren.

Wie ist euer DJ-Name entstanden?

Wie sehr viele Künstlernamen entstand auch unserer vor Ablauf der Deadline zum Flyerdruck. Da wir alle drei Dickköpfe sind, konnten wir uns auch nach Stunden nicht auf einen Vorschlag einigen, hatten schon alle Bezeichnung von Synthesizern, Küchengeräten und sonstigen Produkten abgelesen und wieder verworfen bis Chris den nächstbesten Roman aus dem Regal zog, einige x-beliebige Seite aufschlug und uns den Namen „Rokoko“ präsentierte. Obwohl wir für den Stil der Epoche nichts übrig haben, gefällt uns der Klang des Wortes. LA ( „el äi“) steht übrigens für den westlichen Stadtteil in Freiburg, wo wir zu dritt in Wohngemeinschaft leben.

Was für Musik spielt ihr?

Die Basis unserer DJ-Sets ist House-Musik aus allen drei Jahrzehnten. Wenn wir die Möglichkeit haben, einen ganzen Abend zu gestalten, reicht unser Repertoire jedoch deutlich weiter. Den Abend beginnen wir gerne mit lässigen Disco-Stücken. Je nach Location und Publikum spannen wir den Bogen dann bis zu hartem Acid-House oder schweren industriellen Techno-Tracks. Um nicht auf der Stelle zu rotieren, überschreiten wir diese Genregrenzen, um weiter experimentell zu bleiben. Um es kurz zu machen: vielseitig aber alles andere als beliebig.

Vinyl oder CD/digital?

Beides! Wir legen mit CD-Playern und Vinyl auf. Da wir über das Interesse am Produzieren zum Auflegen gekommen sind und Plattenspieler nur zum Anhören und Samplen benutzten, sind wir mit Laptop und Timecode-Software eingestiegen. Ohne Bildschirm und Datenpflege macht es aber einfach mehr Spaß. Die digitale Option bleibt für uns dennoch erhalten, um verschiedenste Dinge auszuprobieren, die bei Platten nicht möglich sind.

Wo kauft ihr eure Tracks?

In Internetstores wie Clone, Hardwax und Rush Hour.

Wo sieht man euch privat ausgehen?

Rootdown, tageins, Sombody Scream, Strange life club, Deepstation, Ab und zu gönnen wir uns auch ein bisschen Technotourismus außerhalb von Freiburg.

Residencies

Seit 2 Jahren „supporten“ wir die Veranstaltungsreihe Pitch Patrol im Drifters und haben außerdem in folgenden Clubs gespielt: tageins (Waldsee), KGB, Kamikaze, KTS. Nun schätzen wir uns glücklich diesen Freitag den 5. 8. mit „Time to Jack“ im White Rabbit erstmalig eine Veranstaltung ganz in Eigenregie zu gestalten.

Lieblingstracks:


Website / Kontakt /Demo:

 

Skurillster Auftritt:

Skurill war sicherlich unser Gig bei der „AfterHour“ von „Sea of Love 2010“ im Kagan. Eines können wir mit Sicherheit sagen: keines der Stücke, die wir an diesem Abend gespielt haben, lief dort jemals zuvor…und es hat gerockt…Edutainment rules!
 

Nächste Gigs:

 
  • Freitag, 5. August @ White Rabbit - Time to Jack
  • Samstag, 3. September @ Kamikaze - Strange Life „Pieces“
 

Mehr dazu:


Bisher erschienen: DJs aus Freiburg (A-Z):