Freiburger DJ-Namenskunde (19)

David Weigend

Warum heißen Freiburger DJs so, wie sie heißen? Wo kommen eigentlich die Pseudonyme der Freiburger DJs her? Wir fragen regelmäßig Plattenleger aus dem Breisgau, wie ihr DJ-Name entstanden ist – und was er zu bedeuten hat. Heute: Panzerella und Princess of Darkness von Girls Attack (Bild).



Panzerella

So heißt eigentlich eine Hundedame aus Leipzig, in die ich mich sofort verliebte und die nach ihrer großartigen Namensvetterin aus England benannt war. Seitdem bin ich virtuell und auch in meiner Punkrockband „Kill Your Darling!“ als Panzermädchen unterwegs.

Princess of Darkness

Mein Prinzessinnenkomplex kommt wohl daher, dass ich als Kind immer Indianer an Fasching sein musste. „Dark“ bin ich eigentlich gar nicht, dafür lache ich zu viel. Es sei denn, man macht mich böse.

Richtiger Name: Sabine (Panzerella) & Steffi (Princess of Darkness)
Alter: in den besten Jahren Herkunft: tatsächlich aus dem Badnerinnenland; gefühlt: von einem anderen Planeten DJ seit: neuestem
Stil: Pussypunk & Barbietrash Vorbilder/Idole/Helden: Fat Girl, Peaches, Xena, Tank Girl, Leonore, Guerrilla Girls, Nina Hagen, Courtney Love und alle anderen Frauen, die extrem einen an der Klatsche haben und grad deswegen einfach nur rocken. Plus Flash Gordon, the saviour of the universe.
bisherige Veröffentlichungen: sind noch in Arbeit
Wichtigster Auftritt: jeden Tag
Locations: Keller 264, White Rabbit
Nächster Auftritt: Freitag, 31. August, 21 Uhr, GIRLS ATTACK mit the Derby Dolls (Dramatic Punkrock, Tübingen) im White Rabbit
Website: Girls Attack (myspace)
Bester Hang-Out-Spot in Freiburg: kopfüber in dunklen Tropfsteinhöhlen (Princess of Darkness); Ich häng am liebsten vor Eis Mariotti rum und verpass mir Panzerella-like ne sahnige Kugel. (Panzerella)

Lieblingssandwich: Gibt’s auf´m Holzrock, lecker Veggiebratling mit fett Senf und Zeuchs. (Panzerella); Da ich adliger Abstammung bin, bevorzuge ich generell Currywurst mit Pommes Schranke. (Princess of Darkness)



Konzept: Wir legen einen wilden Stylemix aus Pussypunk, Barbietrash, Posthardcore, Disco Violence, Bastard Pop, Garage und Indietronica auf. Das Ganze mit ordentlichem Mitgemische von reinen GIRLBANDS, da wir auch Musik von Band in Mixformationen auflegen.

In erster Linie geht’s uns drum, guten Sound aufzulegen, der Spaß macht.

In zweiter Linie möchten wir natürlich allen Frauen, die gute Musik machen, eine Plattform bieten und den Mädels Mut machen. Wir wollen auch Livebands mit Frauen auf unseren Gigs dazuholen.

Missverständnis: wir denken nicht, dass Frauen die besseren Musikerinnen sind und wir kommen auch nicht aus der Männerhasserecke mit den lila Latzhosen. Im Gegenteil: die meisten Männer mögen wir richtig gern. Wer uns die Tür aufhält, muss nicht mit Zwangskastration rechnen. Wir freuen uns auf alle, die Bock haben, mit uns zu feiern. Man sieht sich am 31. August im White Rabbit.

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